Men: Tourismusverband Erzgebirge
A A+ A++ Die Erlebnisheimat

Bergstädte

Die erzgebirgischen Bergstädte zeigen heute zahlreiche Bergbaudenkmale, die an die harte Arbeit der Menschen von damals erinnern. Prachtvolle Hallenkirchen und andere historische Schätze lassen jeden Besucher staunen und sind Zeugnisse einer über 800-jährigen Geschichte. 

Annaberg-Buchholz

Annaberg-Buchholz
Die über 500-jährige Stadt Annaberg-Buchholz am Westhang des 832 m hohen Pöhlberges inmitten einer reizvollen Landschaft ist heute Zentrum des... mehr

Die über 500-jährige Stadt Annaberg-Buchholz am Westhang des 832 m hohen Pöhlberges inmitten einer reizvollen Landschaft ist heute Zentrum des Obererzgebirges und Kreisstadt des Erzgebirgskreises. Vieles gibt es hier zu entdecken. Die erzgebirgischen Traditionen werden besonders im Haus des Gastes „Erzhammer“ eindrucksvoll gepflegt. In Annaberg-Buchholz können Sie neben bergbaulichen Zeitzeugen auch sakrale Kunst, historisches Handwerk sowie Posamenten und Klöppelspitzen bewundern. Kennen Sie den Spruch „Das macht nach Adam Ries(e) …“? In Annaberg-Buchholz war er zu Hause - Adam Ries. Seinen Schülern lehrte er in einem kleinen Haus in der Johannisgasse das Rechnen. Es ist das heutige Adam-Ries-Haus und die Annaberger Rechenschule. Eine Besonderheit ist ein Stollensystem aus dem 15. Jh., was sich direkt unter der historischen Altstadt befindet und von dort auch zugänglich ist. Auch das Museum Frohnauer Hammer lässt mit seinem historischen Hammerwerk Geschichte lebendig werden.

Universitätsstadt Freiberg

Universitätsstadt Freiberg
Sachsens älteste und bedeutendste Bergstadt verdankt ihre Entstehung dem Silberbergbau, der über 800 Jahre hinweg die wechselvolle Geschichte dieser... mehr

Sachsens älteste und bedeutendste Bergstadt verdankt ihre Entstehung dem Silberbergbau, der über 800 Jahre hinweg die wechselvolle Geschichte dieser Stadt am "freyen Berge" bestimmte. Hier am Fuße des Erzgebirges in unmittelbarer Nachbarschaft zur einstigen Residenz und heutigen Landeshauptstadt Dresden lag das mittelalterliche Wirtschaftszentrum der wettinischen Landesherren. Wer Freiberg heute besucht, wird dieser bedeutungsvollen Vergangenheit vielfach begegnen. Hier atmet noch alles Geschichte. Anziehungspunkte sind der historische Altstadtkern, die Bürgerhäuser aus dem 16./17. Jahrhundert, der Freiberger Dom mit seiner Tulpenkanzel und der Goldenen Pforte. Nicht zu vergessen ist die große Silbermann-Orgel, die zwischen 1711 und 1714 von Gottfried Silbermann erbaut wurde. Das Stadt- und Bergbaumuseum mit seiner Betstube bietet kostbare Sammlungen zur Stadt- und Bergbaugeschichte. Naturwissenschaftliche Entwicklungsprozesse zwischen Bergbau und Umwelt sind Schwerpunkte des Freiberger Naturkundemuseums. Zum kulturellen Angebot gehören aber auch das Freiberger Theater und die im Mai 2002 nach umfangreicher Restaurierung eröffnete Nikolaikirche als Konzert- und Tagungshalle. Die Universitätsstadt Freiberg liegt im Herzen des Freistaates Sachsen. Dieser Umstand lässt die Stadt zum günstigen Ausgangspunkt vieler Unternehmungen werden.

Altenberg

Altenberg

Die Bergstadt Altenberg verdankt ihre Entstehung dem Zinnerzbergbau. Um 1440 entdeckten Bergleute die Lagerstätte am "Alten Berg". Sie gilt als größte Zinnerzlagerstätte Mitteleuropas. Mit dem Auffinden des Erzes setzte eine intensive Bergbautätigkeit ein, die bereits 1451 zur Verleihung des Stadtrechtes für die schnell wachsende Ansiedlung führte. 1489 wird die Stadt erstmals Altenberg genannt. Heute ist die Rodelhauptstadt Deutschlands vor allem bei Wintersportbegeisterten eine durch die Rennschlitten- und Bobbahn im Kohlgrund bekannte Adresse.

Oberwiesenthal

Oberwiesenthal

Am Fuße des Fichtelberges gründete 1527 Ernst von Schönburg den Bergort Neustadt- Wiesenthal. Nachdem der Bergbau zu Ende ging, wandte man sich der Herstellung von Posamenten, Nadeln und dem Grenzhandel zu. Im Jahre 1897 wurde der Ort an die Eisenbahn angeschlossen. Kurort Oberwiesenthal ist die höchstgelegene Stadt Deutschlands.

Sie liegt mit dem 1215 m hohen Fichtelberg am südlichsten Rand des Obererzgebirges. Unterschiedlichste Freizeitangebote bieten die Möglichkeit, Natur pur mit dem gesundheitsfördernden Gebirgsklima zu erleben oder sportlich aktiv zu sein. Im Ski- und Heimatmuseum wird die Entwicklung des Wintersports dargestellt und die typisch erzgebirgischen Traditionen, wie Klöppeln oder Schnitzen, können bestaunt werden. Kutschfahrten, eine Fahrt mit der ältesten Seilschwebebahn Deutschlands oder mit der dampfbetriebenen Schmalspurbahn sind ein entspannendes Erlebnis.

Aue

Aue

Die Große Kreisstadt Aue, an der Silberstrasse gelegen, ist das Wirtschafts-, Verwaltungs-, Kultur- und vor allem Verkehrszentrum des Westerzgebirges. In der Vergangenheit war Aue eine bekannte Industriestadt. Heute herrscht das mittelständische Gewerbe vor. Trotz oder auch gerade wegen seiner Vergangenheit als Industriezentrum konnte sich Aue das Flair einer bezaubernden Kleinstadt mit wunderschönen Fassaden und alten Bürgerhäusern der Gründerjahre erhalten. Neue Bauten fügen sich harmonisch in das Gesamtbild ein. Besonders berühmt und bekannt sind die Auer Brücken. Bei insgesamt über 60 Brücken in verschiedensten Konstruktionen und aus unterschiedlichen Epochen ist wohl die bekannteste die Auer Bahnhofsbrücke als erste Spannbetonbrücke Europas.

Der Floßgraben, ein künstlich angelegter Wassergraben, gilt als technisches Denkmal. Bekannt ist Aue auch als Stadt des Sportes. Viele bekannte Sportler kommen aus der kleinen Stadt im Erzgebirge. Brenn- und Mittelpunkt des Sportgeschehens in Aue sind jedoch vor allem die Fußballspiele des FCE. Die Fußballer von Wismut Aue „Die Veilchen“ spielen derzeit in der 2. Bundesliga. Weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist auch der Auer Tiergarten. Mit der Spezialisierung auf „Minitiere”, wie eichhörnchengroßen Äffchen und den weltweit kleinsten Rassen von Schweinen, Pferden und Hühnern, ist der Tiergarten Aue eine absolute Besonderheit. Im Stadtmuseum be?nden sich wertvolle Sammlungen zur Orts- und Bergbaugeschichte. Sehenswert ist schon das Museumsgebäude selbst. Das rekonstruierte und durch einen Anbau erweiterte Huthaus aus dem 17. Jahrhundert befindet sich inmitten einer ehemaligen Knappensiedlung am Fuße des Heidelsberges. Dessen Massiv war vom 17. bis zum 19. Jahrhundert durch eine rege Bergbautätigkeit gekennzeichnet. Neben Kaolin für die Porzellanmanufaktur Meißen wurde hauptsächlich Zinnerz abgebaut. Im Schaustolln erhält der Besucher mittels ausgestellter Bergbautechnik und dargestellten Ausbauarten sowie Abbauprozessen einen Eindruck von der Tätigkeit des Bergmannes unter Tage. Nahe dem Museum befindet sich der Bergbaulehrpfad, der am Museum und dem „Vestenburger Stolln“ vorbei bis hin zur „Weißen Erdenzeche“ führt.

Brand-Erbisdorf

Die Bergstadt Brand-Erbisdorf entstand 1912 durch Einigung der Orte Brand und Erbisdorf. Erbisdorf wurde als Bauerndorf um 1175 gegründet, Brand war die später angelegte bergmännische Streusiedlung inmitten Erbisdorfer Flur. Die Lagerstätten des Brander Reviers gehörten zu den reichsten in Sachsen. Allein die Grube Himmelfürst lieferte über 600 t Feinsilber. Heute kann man die Bergbaugeschichte hautnah im Museum der Stadt, in der Schauanlage „Bartholomäusschacht“ und auf dem Bergbaulehrpfad mit über 100 Einzelobjekten erleben. Kulturelle Höhepunkte sind das Haldenfest, das Oldtimertreffen und der Stollenmarkt in der Adventszeit.

Ehrenfriedersdorf

Ehrenfriedersdorf

Über 750 Jahre hat Ehrenfriedersdorf Bergbaugeschichte im Erzgebirge mitgeschrieben. Im Ort findet man heute das älteste noch bestehende Zinnbergwerk Deutschlands, jetzt ein attraktives Besucherbergwerk. Rund um Ehrenfriedersdorf liegen zahlreiche touristische Höhepunkte, wie z. B. der Röhrgraben, die Greifensteine, der Greifenbachstauweiher, der Bergbaulehrpfad, der Planetenwanderweg und der Waldgeisterweg.

Eibenstock

 Eibenstock

Die Bergstadt Eibenstock entwickelte sich nach dem Niedergang des Bergbaus schon im 18. Jh. zu einem Zentrum des Stickereihandwerks. Noch heute kann der Besucher in Europas größter Stickerei-Schauwerkstatt alte Maschinen in Funktion erleben. Im gleichen Gebäude können auch zahlreiche Zeitzeugen historischen Bergbaus bewundert werden. In den vergangenen Jahren hat sich das beschauliche Städtchen zu einem hervorragenden Tourismusstandort entwickelt. Die wald- und wasserreiche Umgebung am Fuße des Auersberges (1.019m) bieten dafür im Sommer und im Winter ideale Bedingungen mit zahlreichen Hotels, Pensionen, Herbergen und Privatvermietern. Das Freizeitangebot bietet mit den Badegärten Eibenstock, Allwetterbobbahn mit Irrgarten und Haustierzoo, Miniaturgolfhalle, Museum, Reithalle, beleuchteten Skiliften, Loipen sowie zahlreichen Wanderwegen zu Talsperren, Wasserfall oder Auersberg umfassende Möglichkeiten für Jung und Alt. Bergbauinteressierte sollten in jedem Falle den Bergbau- und Seifenlehrpfad am Gerstenberg begehen.

Elterlein

Die Bergstadt Elterlein mit einer Höhenlage von 450 bis 750 m ü. NN und ca. 3500 Einwohnern ist eine erzgebirgische Kleinstadt mit wechselvoller Geschichte, traditionellen Wurzeln und vielversprechender Gegenwart. Die Stadt breitet sich sternförmig von dem auf einem Hochplateau liegenden Marktplatz ausgehend, ansteigend in Richtung Schatzenstein und nach 3 Seiten abfallend bis an die den Ort umgebenden Auen am Schlangengraben und Schwarzbach aus. In den Tälern gab es schon frühzeitig Mühlen, Hammer- und Hüttenwerke aus denen dann später Industrieansiedlungen entstanden. Das besondere dieser Stadt ist die Besiedlung entlang der historischen Salzstraße von Halle nach Prag.

Jöhstadt

Das Bergstädtchen Jöhstadt befindet sich in einer waldreichen Gegend des romantischen Schwarzwasser- und Preßnitztales. Die Stadt hat eine interessante Geschichte. In der Region aufgefundene Silber-, Kobalt-, Kupfer-und Eisenerze sorgten für eine rasche Ansiedlung. Die erste Besiedlung geht in das 12./13. Jh. zurück. Im Jahre 1655 wurde durch Johann Georg I., Herzog von Sachsen und Burggraf von Magdeburg, das Stadtrecht verliehen. Jöhstadt ist reich an Traditionen, die eng mit dem Bergbau in Verbindung stehen. Zum Beispiel führt die Berg-, Knapp- und Brüderschaft seit ihrer Gründung bis heute ihre Bergparade am 1. Weihnachtsfeiertag und am P?ngstmontag im Zusammenhang mit einem Kirchgang durch. Ein Besuchermagnet ist die wiederaufgebaute Strecke der Preßnitztalbahn sowie das Besucherbergwerk „Andreas-Gegentrum-Stolln“.

Johanngeorgenstadt

Johanngeorgenstadt

Die Bergbaugeschichte Johanngeorgenstadt ist geprägt von einer Einmaligkeit, die ihresgleichen sucht. Noch heute geben unzählige Zeitzeugen des Jahrhunderte währenden Bergbaus, wie das Lehr- und Schaubergwerk „Frisch Glück - Glöckl“, der originalgetreu wiedererrichtete Pferdegöpel sowie die bergbaulichen Anlagen entlang des Bergbaulehrpfades Auskunft über das harte und schicksalhafte Leben der Bergleute. Dabei ist Johanngeorgenstadt eine der jüngsten Bergstädte im Erzgebirge - im Jahr 2004 beging sie ihr 350-jähriges Jubiläum. Eine Besonderheit Johanngeorgenstadts ist der Schwibbogen. Der Erste wurde vom Johanngeorgenstädter Bergschmied Teller im Jahre 1778 gefertigt. Mittlerweile gilt der Schwibbogen als Weihnachtssymbol des gesamten Erzgebirges. Die Geschichte kann man bei einer Mettenschicht im Lehr- und Schaubergwerk „Frisch Glück - Glöckl“ Johanngeorgenstadt erfahren.

Lengefeld

Lengefeld

Auf der Flur eines bereits bestehenden Bauerndorfes gleichen Namens wurde 1522 unter den Herren von Güntherode, Lengefeld als Bergstadt mit großem quadratischem Marktplatz gegründet. Durch das Aufblühen des Bergbaues erlangte Lengefeld den Ruf eines Bergortes. Heute noch führt die Stadt Schlegel und Eisen in ihrem Stadtwappen. Das Technische Denkmal Kalkwerk Lengefeld ist eine besondere Sehenswürdigkeit und gilt als das bedeutendste und besterhaltendste Denkmal der alten Bindemittelindustrie im europäischen Raum. Heute noch wird dolomitischer Kalkstein abgebaut. Kulturelle Werte und traditionelles Handwerk werden von den im Ort bestehenden Vereinen erhalten und gepflegt.

Lößnitz

Die Stadt Lößnitz zählt zu den ältesten Bergstädten des Erzgebirges. Erste Hinweise auf den Silberbergbau sind aus dem Jahre 1339 bekannt, während 1382 in einem alten Lehenbrief erstmals Eisenbergbau erwähnt wird. Im Gegensatz zu den in späteren Jahren entstandenen bekannten Bergstädten war Lößnitz jedoch reicher „Bergsegen“ nie vergönnt. Lößnitz erlangte seine Bedeutung durch die günstige Lage am Kreuzungspunkt zweier wichtiger Handelswege. Noch heute erinnert der Wanderweg „Historische Salzstrasse“ an diese Epoche, während im historischen Bergbaugebiet „Kutten“ ein Lehrpfad über die bergmännische Vergangenheit informiert. Kulturelles Zentrum in Lößnitz ist das „Bürgerhaus“ am Markt mit Bibliothek und verschiedenen Ausstellungsräumen. Besondere kulturelle Höhepunkte sind der „Lößnitzer Salzmarkt“ im Juni und der „Lößnitzer Weihnachtsmarkt“ am 3. Advent. In der Turmlaterne des Kirchturmes der St. Johanniskirche befindet sich eines der ältesten, noch funktionsfähigen Bronzeglockenspiele Deutschlands.

Marienberg

Marienberg

Auf Grund bedeutender Silberfunde und der Ansiedlung zahlreicher Bergleute und Glückssucher gründete Herzog Heinrich der Fromme im Jahre 1521 die Bergstadt Marienberg. Wenige Tage später wurde nach Plänen von Ulrich Rülein von Calw mit dem Bau der einmaligen Stadtanlage begonnen. So geht Marienberg mit den typischen Merkmalen einer „Idealstadt“ wie regelmäßigem Grundriss, zentralem quadratischen Marktplatz und rechtwinkligem Straßensystem auf Anregungen und Vorbilder der italienischen Renaissance zurück. Neben dem Silber- und Zinnbergbau blühte hier ein zünftiges Handwerk und ein beachtliches Marktwesen. Unweit des Marktplatzes befindet sich die spätgotische Kirche St. Marien, deren Errichtung in die Blütezeit des Silberbergbaus zurückgeht. Zahlreiche bergbaulich-historische Sehenswürdigkeiten machen Marienberg als traditionsbewusste Bergstadt erkennbar und erlebbar. Das im 19. Jahrhundert als Getreidespeicher errichtete Bergmagazin beherbergt in seinen alten Gemäuern das neue Museum, eine Bibliothek und ein gemütliches Begegnungszentrum. Das „Museum sächsisch-böhmisches Erzgebirge“ präsentiert eine zweisprachige Ausstellung über die Natur und Kultur der Erzgebirgsregion, aber auch über das Alltagsleben sowie die politische Nachbarschaft ihrer Einwohner. Durch die gute Mischung der Inhalte in Text, Ton und Bild, aber auch die mechanischen Heimatberge, ist bei Groß und Klein für einen informativen und abwechslungsreichen Aufenthalt gesorgt. Mit der Wiedererrichtung des Pferdegöpels auf dem Rudolphschacht (1838 - 1877) wird ein Stück Marienberger Bergbaugeschichte wieder lebendig. Vor allem die technische Vorführung des Pferdegöpels und dessen Funktionalität ist ein besonderes Bergbauerlebnis. Das Begehen des Schachtes ist bis 20 m unter Tage möglich. Ein Besucherzentrum präsentiert zudem die Ausstellung „Bergbau im Marienberger Revier“. Eine weitere lebendige Tradition sind die Bergparaden in Marienberg. Alljährlich zur Feier des Stadtgeburtstages im April sowie als Höhepunkt des Marienberger Weihnachtsmarktes am 3. Advent wird an den Ursprung der Stadt sowie an die Arbeit der Bergleute erinnert und eine feierliche und besondere Atmosphäre verbreitet. Darüber hinaus verbirgt die reizvolle Landschaft um Marienberg viele Zeugen der einst so regen Bergbautätigkeit. Gut markierte Wanderwege führen auch in Richtung Tschechien bis hinauf in die Kammlagen und den Hirtstein (891 m). Sie bieten dem Wanderer herrliche Panoramablicke und Naturerlebnisse rund um Marienberg und alle Ortsteile der Stadt.

Sayda

Sayda

mit seinen Stadtteilen Friedebach, Ullersdorf und Mortelgrund. Die Bergstadt Sayda hat mit seinen Stadtteilen Friedebach, Ullersdorf und Mortelgrund rund 2200 Einwohner und liegt ca. 680 m ü. NN. Erstmalig wurde Sayda im Jahre 1207 urkundlich als Rast- und Zollstation für die Händler, die zur damaligen Zeit die „Salzstraße“ von Halle nach Prag passierten, erwähnt. Im Jahre 1255 brachte der meißnische Markgraf Heinrich Sayda in seinen Besitz. Zwischen 1352 und 1390 übertrugen die Markgrafen von Meißen den Ort samt Herrschaftsgebiet der Familie von Schönberg als Lehen. Diese Familie war es auch, die 1442 Sayda das Stadtrecht verlieh. Im 18. und 19. Jh. beeinflusste der Bergbau das Saydaer Gebiet. Es wurde im geringen Umfang Eisenerz und Kupfererz abgebaut. Durch Feuersbrünste und den Dreißigjährigen Krieg wurden alle mittelalterlichen Bauten einschließlich der Burg bis auf die Kirche und das Hospital zerstört. Nach dem letzten großen Stadtbrand 1842 wurde die Stadt im Wesentlichen so aufgebaut, wie sie heute vorzufinden ist. Ein markantes und von weitem sichtbares Gebäude der Stadt ist die spätgotische Hallenkirche „Zu unserer lieben Frauen“, die im Jahre 1391 erbaut wurde. Ein weiteres historisches Gebäude ist der über 100-jährige, 25 m hohe Wasserturm. Mit seinem 200.000 Liter Fassungsvermögen dient er der Wasserversorgung für die Stadt Sayda. Ausführlicheres zur Stadtgeschichte kann man im erzgebirgischen Heimatmuseum „Hospital zu St. Johannis“ erfahren. Der von Schönbergs gestiftete, 1508 erbaute und 1784 umgebaute, Fachwerkbau steht heute noch in seinem Original. Einmalig in Europa ist der Antrieb einer Röhrenbohrerei durch Wasserkraft. Sie wurde 1864 im Stadtteil Friedebach errichtet und ist heute noch funktionstüchtig. Wenige Meter von der Röhrenbohrerei entfernt befindet sich die Mittelmühle. Dort kann man ein technisches Mühlenmuseum mit einer Leinmehl- und Getreidestampfanlage und einer Ölkeilstempelpresse besuchen. Entlang des kulturhistorischen Lehrpfades findet man noch einige Zeitzeugen des bergbaulichen Geschehens. Im Mortelgrund, einem weiteren Stadtteil von Sayda wurde um 1400 erstmals Bergbau betrieben. Es entstand später eine Kupferhütte, die aus dem Erz des Johannis- und des Michaelisstollens das sogenannte Schwarzkupfer erschmolz. Mit der Einstellung des Bergbaus 1835 verfielen die Gruben.

Scheibenberg

Scheibenberg

Die Entstehung der Stadt ist eng mit den Silberfunden in der Region verbunden. Die Stadt wurde 1522 gegründet, erhielt 1530 das Stadtrecht und ein paar Jahre später die Bergfreiheit mit eigenem Bergamt. Hier lebte der Chronist und Pfarrer Christian Lehmann (1611 – 1688). Er führte die Stadt durch die Wirren des 30-jährigen Krieges. Der anfangs so vielversprechende Silberbergbau erfuhr bereits 1543 einen großen Rückgang. 1566 wurden die Gruben ganz aufgegeben. Am 22. Juli 1868 beging die bis Johanngeorgenstadt reichende Bezirksknappschaft ihr letztes Bergfest in Scheibenberg. Wahrzeichen der Stadt ist der 807 m hohe Scheibenberg mit seinem neu errichteten 28 m hohen Aussichtsturm. Die von weitem sichtbaren 40 m hohen Basaltsäulen, auch Orgelpfeifen genannt, sind ein geologisches Naturdenkmal und ein besonderer touristischer Anziehungspunkt. Die Bergknapp- und Brüderschaft Oberscheibe/ Scheibenerg e. V. sorgt für die Aufrechterhaltung bergmännischer Traditionen.

Schlettau

Schlettau

Die erste urkundliche Erwähnung Schlettaus erfolgte 1351 und im Jahr 1367 verlieh man ihr das Stadtrecht. Nur wenige Kilometer von der Grenze zu Tschechien entfernt, war es schon im frühesten Mittelalter ein wichtiger Wegeposten an der alten Salzstraße, die von Halle nach Prag führte. Bemerkenswerte Patrizierhäuser zeugen davon, dass die Stadt glänzende wirtschaftliche Zeiten durchlebt hat. In zahlreichen Gruben wurde nach Silber und Zinn gegraben. Nach dem Niedergang des Bergbaues kam die Borten- und Spitzenweberei auf. Das alte Schloss, ursprünglich im 12. Jh. als Wasserburg erbaut, mit seiner herrlichen Parkanlage ist der Stolz der Schlettauer und ist durch seine Schauwerkstätten und Schlossführungen ein touristischer Anziehungspunkt. Die Hallenkirche St. Ulrich von Schlettau wurde Ende des 15. Jh. erbaut. Auf einer Sage beruhend ist in der Kirchenmauer ein Mönchsgesicht eingearbeitet. Für eine Aufrechterhaltung bergmännischer Traditionen sorgt die Bergknappschaft Schlettau e. V., welche 1999 wieder gegründet wurde und erste bekannte Erwähnung im Jahr 1504 war.

Schneeberg

Schneeberg

Die alte barocke Bergstadt ist jederzeit einen Besuch wert. Besonders sehenswert ist Schneeberg in der Vorweihnachtszeit. Jedes Jahr findet am 2. Adventswochenende das „Lichtelfest“ statt. Der Höhepunkt im Sommer ist der Bergstreittag am 22. Juli mit großer Bergparade, Berggottesdienst in St. Wolfgang und dem Abschlusskonzert auf dem Markt. Schneeberg ist die einzige Stadt im Erzgebirge, in der im Sommer bzw. zum Bergquartal im Mai eine Bergparade oder ein Bergaufzug abgehalten wird. In den warmen Sommertagen bietet der 23 ha große Filzteich, die älteste in ihrer ursprünglichen Art erhaltene Talsperre Sachsens, Bade-, Sport- und Spielspaß in einer landschaftlich herrlichen Umgebung. Besonders empfehlenswert sind Wanderungen auf dem Bergbaulehrpfad, dem Gleesberg, auf der „Lindenauer Acht“ und entlang des Floßgrabens. Die St. Wolfgangskirche, eine der größten und architektonisch vorzüglich ausgereiften Kirchen der Spätgotik, steht in Schneeberg. In dieser 1516 – 1540 erbauten Kirche befindet sich der berühmte Lucas-Cranach-Altar. Der Altar mit insgesamt 11 erhaltenen Tafeln gilt als eines der wichtigsten Malwerke der Reformation. Das Museum für bergmännische Volkskunst befindet sich im „Bortenreuther-Haus“, einem repräsentativen Barockgebäude, das 1724/25 errichtet wurde. Die mechanischen Heimat- und Weihnachtsberge vervollkommnen als geschlossenste Sammlung Sachsens das Profil des Museums. Vom 16. bis 19. Jh. war das Schneeberger Revier weltgrößter Fundort für Kobalterze, aus denen man das berühmte Kobaltblau herstellte. Das Technische Museum „Siebenschlehener Pochwerk“ gehört zu den wichtigsten Denkmalen des Kobaltbergbaus.

Schwarzenberg

Schwarzenberg

Die über 850-jährige Große Kreisstadt Schwarzenberg ist ein historischer, kultureller und touristischer Anziehungspunkt im Westerzgebirge und wird seit 1587 als Bergstadt bezeichnet. Auf einem Felssporn be? ndet sich die denkmalgeschützte Altstadt mit ihren Wahrzeichen Schloss und St. Georgenkirche. Die vollständig rekonstruierte historische Altstadt strahlt ein einzigartiges Flair aus. Sehenswert sind das Museum Schloss Schwarzenberg, die St. Georgenkirche, ein Meißener Porzellanglockenspiel im Altstadtbereich, die Waldbühne Schwarzenberg, das Eisenbahnmuseum oder die Erzgebirgische Volkskunststube der Familie Schmidt im Ortsteil Bermsgrün. Untrennbar ist die Geschichte Schwarzenbergs mit dem Erzbergbau im sächsischen „Obergebirge“ verknüpft. Die Stadt war der Mittelpunkt eines bis ins heutige Böhmen reichenden Bergreviers. Ab dem 16. Jahrhundert lässt sich der Bergbau in unmittelbarer Nähe der Stadt belegen. Gefördert wurde zumeist Eisen, Zinn, Kupferkies, Zinkblende, Spate, Marmor und Kalk. Noch heute zeugen verwachsene Halden, Gräben und Stollnmundlöcher vom einstigen Bergbau. Die Stadt trug den kurfürstlichen Titel einer „freien Bergstadt“, da sie selbst eine Kommunzeche betrieb und war über Jahrhunderte Sitz des Bergamtes. Viele Wanderangebote unterschiedlichster Art stehen dem Gast offen. Diese umfassen geführte Wanderungen in die wunderschöne Natur, thematische Stadtrundgänge, Panoramatouren und natürlich bergbaubezogene Angebote. Entlang ausgeschilderten Bergbaulehrpfaden besteht die Möglichkeit auf den Spuren des historischen Bergbaus zu wandern. Die bergbaulichen Traditionen werden besonders in der Weihnachts- und Vorweihnachtszeit gepflegt. Die traditionelle Schwarzenberger Bergparade findet jährlich am Samstag des dritten Adventswochenendes statt.

Thum

Am Fuße des Greifensteins, direkt an der B 95 gelegen, hat die Stadt für jeden Besucher etwas zu bieten. Romantische Pfade, schöne Ausblicke, Rad- und Wanderwege laden ein. Für die Aufrechterhaltung bergmännischer Traditionen sorgt die 1616 gegründete Bergbrüderschaft. Die Bergbrüder fungieren nicht nur als schmucke Trachtenträger, sie arbeiten in ihrer AG-Altbergbau auch die Geschichte des Thumer Bergbaues auf. Ihr erster Erfolg ist der am 2. August 2002 eingeweihte Bergbaulehrpfad mit der Orientierungstafel auf dem Markt. Markante Zeugen des ehemaligen Bergbaus sind die Gebäude und Brennöfen des Kalk- und Marmorwerkes Herold.

Wolkenstein

Wolkenstein

Auf steilem Gneisfelsen erhebt sich hoch über dem Zschopautal die Bergstadt Wolkenstein. Das ruhige Zentrum der Kleinstadt wird geprägt von der Burg-Schloss-Anlage, der St. Bartholomäuskirche, Resten der Stadtmauer, historischen Plätzen und Gassen. Usprünglich war der Ort Zentrum einer sich seit dem 12. Jh. entwickelnden adeligen Grundherrschaft, in der es später zu Funden von hauptsächlich Zinn-, Kupfer- und Silbererzen, sowie untergeordnet Kobalt- und Eisenerzen kam. Diese waren Gegenstand eines Bergbaus mit wechselndem Erfolg. Aufgrund der geografischen Lage, dem tiefen Taleinschnitt des Flusses Zschopau, verfolgten die Bergbauunternehmen bereits im Mittelalter das Ziel, mit Stollen bedeutender Länge, Wasser aus den Bergwerken eines ausgedehnten Revieres abzuleiten. Eine Besonderheit stellte das Vorkommen von Amethyst dar – ein Schmuckstein, dem eine ständige Ausstellung mit hervorragenden Exponaten im Museum des Schlosses gewidmet ist. Die bergmännische Vergangenheit der Gegend um Wolkenstein ist entlang von Wanderrouten „Auf den Spuren des Bergbaues” an besonderen Sachzeugen nachvollziehbar

Zschopau

Zschopau

Die Große Kreisstadt Zschopau, idyllisch gelegen, bietet vielfältige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Weltbekannt durch den Motorradbau bietet Zschopau auch noch andere Sehenswürdigkeiten, die man bei einem Stadtrundgang durch die historische Altstadt besichtigen kann. Das Schloss Wildeck, ein Jagdschloss im Renaissancestil, mit seinen historisch wiederhergestellten Räumen, Museen und Schauwerkstätten, laden zum Besuch ein. Im Schloss befindet sich auch der Bergfried „Dicker Heinrich“, der zu den ältesten Bauwerken der Stadt Zschopau gehört. Mit einer Höhe von etwa 35 m bietet er einen imposanten Blick auf Zschopau und die Umgebung zu jeder Jahreszeit. Bergbau wurde rund um Zschopau für fast 500 Jahre betrieben. Der Beginn wird etwa um das Jahr 1400 datiert. Das Zschopauer Revier umfasst eine größere Anzahl an Stolln und Gruben, von denen die größte und bedeutendste Anlage die „Heilige Dreifaltigkeits-Fundgrube“ ist. Sie erstreckt sich vom Zschopauufer auf einer Länge von 900 m bis zum Gansbachtal (250 Meter davon begehbar). Zur Grube gehören eine Vielzahl an Tagesschächten, Blindschächten und Stolln, von denen der in Restaurierung befindliche „Heilige-Dreifaltigkeit-Tiefer Erbstolln“ bei weitem der Bedeutendste ist.

Zwönitz

Zwönitz, gegründet um 1160 und mit dem Stadtrecht vom Kloster Grünhain 1320 ausgestattet, ist eine malerische Kleinstadt. Die alte Bergstadt zählt heute zu den regionalen Zentren des Erzgebirges. Mittelpunkt ist der denkmalgeschützte Marktplatz mit der Postmeilensäule aus dem Jahre 1727, das im fränkischen Stil erbaute Hotel Roß und die St. Trinitatiskirche mit ihrem barocken Kanzelaltar. Von hier aus beginnt auch der Zwönitzer Nachtwächter seinen Rundgang durch die liebevoll restaurierte Innenstadt. Zur Mitternacht bläst er vom Rathausturm, in dem sich auch die Zwönitzer Bergglocke mit dem historischen Figurenspiel befindet. Diese und weitere bergbauliche Sachzeugen in der Stadt erinnern daran, dass der Stadt im 15. Jahrhundert das Bergrecht verliehen wurde. Um das bergmännische Brauchtum wieder zu beleben, wurde im Jahre 1995 der Bergmännische Traditionsverein gegründet. Seitdem können sich Besucher und Einheimische bei Bergparade, Bergpredigt, Stollenbesichtigungen und Mettenschicht über das bergmännische Brauchtum in Zwönitz freuen.

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