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Weihnachtsbräuche im Erzgebirge

Gahr für Gahr gieht´s zen Advent of´n Buden nauf, werd a Mannl aufgeweckt: "Komm, nu stehste auf!"

In der Advents-und Weihnachtszeit präsentieren die Erzgebirger stolz ihre liebevoll hergestellten Nussknacker, Räuchermänner und Engel. Rechtzeitig vor dem 1. Advent schleichen die Kinder mit den Eltern auf den Dachboden, um die schlafenden "Männeln", wie sie hier liebevoll genannt werden, aufzuwecken. Das erste Räucherkerz`l wird angezündet und bringt das Männ`l endlich zum Rauchen.


Bergmann und Engel

 

Der Lichterbergmann sowie der lichtertragende Engel zählen zu den bekanntesten Symbolfiguren des Erzgebirges, die seither unter den geschickten Händen der Spielzeugmacher in phantasievollen Varianten entstanden sind. Aufgrund seiner schweren Arbeit unter Tage war das Licht dem Bergmann schon immer nicht nur einfache Beleuchtung bei seiner gefahrvollen Suche nach dem Erz des Gebirges. Der warme Glanz des Lichtes wurde für ihn vielmals zum symbolträchtigen Sinnbild für das Leben.

Zur Geburt schenkte man früher dem Jungen einen Bergmann und dem Mädchen einen Engel. Diese wurden dann ins Fenster gestellt und so wussten Nachbarn und vorbeilaufende Personen immer, wie viele Kinder die Familie hat und wie viele davon Jungs und Mädchen waren.

Traditionelle Handwerkskunst im Erzgebrige


Hutzenabend

Foto: STUDIO2media

 

In früheren Zeiten, als noch gesammeltes Holz das hauptsächliche Heizmaterial war, setzten sich Schnitzer und Klöpplerinnen in einer Wohnung zusammen. Damit konnte Feuerung und Kerzenlicht gespart werden. Das war die Wiege der Hutzenabende. An jenen Abenden wurde neben der Arbeit des Schnitzens und Klöppelns auch gesungen, gelacht und alte Volksweisen ausgetauscht.

Auch heute wird diese Tradition noch gepflegt. Viele kulturelle Einrichtungen laden besonders in der Advent- und Weihnachtszeit zu Hutzenabenden ein. An diesen Abenden wird ein Programm geboten, das die Vergangenheit lebendig werden lässt. Lieder, Geschichten und erzgebirgische Spezialitäten gehören zu einem Hutzenabend wie ein fröhliches Leben.

Viele schöne Hutzenabende finden Sie im Veranstaltungskalender


Mettenschichten

Foto: SV Grünhain-Beierfeld

 

Die letzte unter Tage gefahrene Schicht vor Weihnachten und Jahresabschlussfeier der Bergleute feiert man heute in fast allen der über 20 Schaubergwerke der Region und in vielen Städten und Dörfern meist mit zünftiger Bergmannsmusik, "Speckfettbemm" und Glühwein.

Viele Termine von Hutzenabenden finden Sie im Veranstaltungskalender

Hier gibt es ein schönes Video mit einer typischen Mettenschicht:


Nussknacker

Foto: TVE

 

Was wäre die erzgebirgische Figurenwelt ohne ihren König Nussknacker. Neben Äpfel, Pfefferküchlein und anderen Süßigkeiten gehören die vergoldeten Nüsse zum Traditionsschmuck des Weihnachtsbaumes. Wer jedoch deren schmackhaften Kern essen wollte, musste zuerst die harte Schale knacken. Dafür wurde die Nusszange geschaffen, die neben ihrer praktischen Funktion sehr zeitig auch zum Gegenstand figürlicher Darstellung wurde. Bereits 1735 war in Sonneberg von hölzernen „Nussbeißern“ die Rede. Es waren diese kräftige Gestalten mit großem Kopf und einem Hebel am Rücken, mit dem die Nuss gegen den Oberkiefer gedrückt und somit geknackt werden konnte.

Nussknacker und Handwerkskunst im Erzgebrige


Räuchermännchen

Foto: TVE

 

Wenn zur Weihnachtszeit leise ein Wohlgeruch von Weihrauch den Raum erfüllt, dann ist es der Verdienst einer kleinen ganz stillen kleinen Figur, dem erzgebirgischen Räuchermännchen. Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts müssen die „Raacherkarzeln“ ( Räucherkerzen ) zum erzgebirgischen Weihnachtsbrauchtum gehört haben und sind seither zu einer liebevoll gepflegten Tradition geworden.

Wichtel, Imker, Architekt, Krakenschwester oder Fotograf - Räuchermänner gibt es heute in den originellsten Varianten und dürfen bei keiner erzgebirgischen Familie fehlen.

Im Erzgebirge finden Sie zahlreiche Betriebe mit original Handwerkskunst


Schwibbogen

Foto: TVE

 

Aus jedem Fenster leuchtet ein Schwibbogen mit dem klassischen Johanngeorgenstädter Motiv. Dieses zeigt mit zwei Bergleuten, Schnitzer und Klöpplerinnen die früheren Haupterwerbsquellen.

Aber woher kommt die Tradition? Früher waren die Stollenmundlöcher der Bergwerke beleuchtet. Die Lichter waren Ausdruck der Sehnsucht der Bergleute nach Tageslicht, das sie in den Wintermonaten kaum sahen. Heute gibt es neben den klassischen Schwibbögen auch noch Lichterecken, die in die Fenster gestellt werden.

Außerdem wird fast jeder Ort mit einem großen Schwibbogen am Ortseingang oder auf dem Marktplatz geschmückt.

Schwibbbögen und weitere traditionelle Handwerkskunst im Erzgebirge

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