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A A+ A++ Die Erlebnisheimat

Benzin der 60er liegt in der Luft

Foto: E. Kamprath

Der Geruch einer typischen Autowerkstatt liegt in der Luft

Ein Blick in die recht neue „Schrauberhalle“ des V8-Werkes in Lauenstein bei Altenberg verrät jedoch: Hier ticken die Uhren anders. Moderne Auslesegeräte und Elektronik sucht man vergebens, einzig allein echte Handwerkskunst ist gefragt. Man glaubt sich im Amerika der 60er Jahre: 79er Camaro, 69er Ford Mustang, 58er Corvette. Schicke Karossen jener Zeit und welche, die aus einem Haufen Schrott wieder dazu werden wollen, werden hier bis ins Detail getreu wieder restauriert. Doch nicht nur das: Wer Lust auf eine Spritztour mit einem amerikanischen Klassiker hat, kann sich diesen Traum auf Zeit erfüllen.

Foto: E. Kamprath

„Nicht nur Welten sondern ganze Galaxien liegen zwischen dem Job eines klassischen Automechanikers und dem, was wir hier tun“

Mit großer Leidenschaft restaurieren sie die Oldtimer, die in völlig unterschiedlichen Zuständen den Weg ins Erzgebirge finden. Dieser ist übrigens oft weit – vom Österreich bis zur Ostsee reicht der Kreis der Kunden, die ihre Traumwagen den V8-Werkern anvertrauen. Die Besitzer sind der Faszination der großvolumigen Muscle-Cars ebenso verfallen wie die Geschäftsführerin Susanne Herbrig. Sie interessierte sich als studierte Archäologin schon immer für die historischen Hinterlassenschaften der Menschheit, wenn auch auf völlig anderem Gebiet. Dass ihr Weg Richtung Männerdomäne verlief, verdankt sie ihrem heutigen Mann Christoph, der sie mit seiner Liebe zu den 60er Ford Mustangs schnell ansteckte.

Foto: E. Kamprath

Wer einen restaurationsbedürftigen Oldtimer oder gar ein halbes Wrack in einzelnen Teilen in der heimischen Garage stehen hat, muss sich gedulden. Die Warteliste für Projekte ist lang und bis Ende des Jahres 2017 ausgebucht. „Die Autos werden komplett in alle Einzelteile zerlegt, dann sandgestrahlt und pulverbeschichtet oder verzinkt. Da kommen schnell 1000 Stunden inklusive Innenausbau bis zum letzten Detail pro Auto zusammen“, erzählt Susanne. So können jährlich etwa fünf neue Projekte angegangen werden. Anspruch des Teams ist es, das Originalmaterial weitestgehend wiederzuverwenden und so aufzuwerten, dass die Schmuckstücke auf lange Zeit ihre Eigentümer glücklich machen. Auch wenn sie manchmal ein Jahr darauf warten müssen, das begehrte Geräusch beim Drehen des Zündschlüssels zu hören.

Foto: E. Kamprath

Es besteht Suchtgefahr

Nur wenige Kilometer weiter im Ortsteil Bärenstein warten im Showroom neben einer 59er Corvette in edler rot-schwarz Optik auch diverse andere blitzende Traumwagen auf ihre, teil neuen, Besitzer. Denn einige von ihnen stehen zum Verkauf, auch wenn sich Susanne und das Team manchmal schwer davon trennen können. „Die Autos sind einfach nicht vergleichbar mit einem Auto von heute. In ihnen lebt das amerikanische Feeling durch den großen Hubraum und ihre Spritzigkeit“, schwärmt die junge Mutter. Wer Lust hat, den Mythos eines Ford Mustang kennenzulernen, kann sich in einem 66er Cabrio mit 190 PS, mit oder ohne „Chauffeur“ einmal den Fahrtwind um die Nase wehen lassen – stunden- oder tageweise – je nach Wunsch. Doch Vorsicht: es besteht tatsächlich Suchtgefahr!

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