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Puppen und Marionetten im Erzgebirge

Marionettentheater Gelenau - Foto_U. Meinhold

Es war einmal ein sechsjähriges Erzgebirgsmädel, das wünschte sich von Herzen einen „Gung“ als Marionette, der mit ihm täglich einkaufen geht. Ungefähr halb so groß wie sie musste er sein und natürlich aus Holz geschnitzt. Und so erfüllte ein Vater im erzgebirgischen Gelenau seiner Tochter Helga vor 45 Jahren diesen Wunsch. Dass das Erschaffen des Holzjungen die Geburtsstunde des heutigen Gelenauer Marionetten-Theaters war, ist kein Märchen.

Die Entstehung der Puppenfamilie

Fasziniert von der Lebendigkeit der Puppen folgten noch 250 weitere aus der Hand des gelernten Klempners. Mit dem Weitblick eines Erzgebirgers hinterließ er vor seinem Tod zusätzlich einige Rohlinge, um den Fortbestand der Puppenfamilie zu sichern. Sie alle schlummern heute wohlbehütet in Kisten oder hängen in Reih und Glied hinter der Bühne und warten auf ihren großen Moment, wenn sich der Samtvorhang im Gelenauer Kellertheater hebt. Wer sich einlässt auf die faszinierende Welt dieser hohen Kleinkunst, ist verloren in Geschichten um Ritter Blaubart, Karl Stülpner und Frau Holle.

Mit einer Puppe kann man viel mehr sagen...

Frank Hübner unterwegs mit dem Tross: Foto_ U. Meinhold


Helga und Frank Hübner hauchen heute durch geübtes Ziehen der vielen dünnen Fäden den Figuren Leben ein. „Mit einer Puppe kann man viel mehr sagen als man das als Mensch je könnte“, spürte Frank und baute ab 1993 ein richtiges Theater auf, das heute mit wechselnden, selbst kreierten Bühnenbildern ein Repertoire von über 10 Stücken umfasst. Anfangs nur mobil mit einer Wanderbühne unterwegs, sind heute viele Abende im hauseigenen Theater ausverkauft.

Weltweite Engagements für die Holztruppe

Hier tanzen die Puppen weltweit: Foto_ U. Meinhold


Die mehr als 20köpfige Varieté-Holztruppe rund um Bauchtänzerin Sulaika, dem tanzenden Gerippe „Kalter Bernd“ und Co. unter den 250 Puppen hat Glück: Ihre „Eltern“ Helga und Frank besorgten ihnen in den letzten Jahren Engagements auf der ganzen Welt. Weit gereist und gut verpackt in Alu-Kisten als Übergepäck bis Palästina, Taiwan und Mexiko könnten sie wahrscheinlich ganze Romane über Erlebtes in den unterschiedlichen Kulturen kundtun. 

Gastgeber im eigenen Haus

In der eigenen kleinen Kneipe „Zum Hans Wurst“ im ehemaligen Wohnzimmer der Familie verwirklichte der Whiskysammler jüngst seinen Traum. Nun betritt Frank Hübner nach der Lachsalve im Keller leibhaftig seine Bühne und verköstigt gemeinsam mit seiner Frau bis zu 35 Gäste bei Familien- und Vereinsfeiern oder Firmenausflügen. „Ich bin leidenschaftlich gerne Gastgeber und eben am liebsten zuhause“, gibt der 54jährige zu.

Gelenauer Puppentheatertage

Puppenspieler Frank Hübner: Foto_ U. Meinhold

Wie schön es im Erzgebirge ist, zeigt Frank Hübner alljährlich Puppentheatergruppen aus ganz Deutschland bei den Gelenauer Puppentheatertagen. Dann trifft man sich, tauscht sich aus und spielt mit Leidenschaft Stücke für hunderte große und kleine Leute. Dann sind auch bestimmt sechsjährige Mädchen im Publikum dabei, die so wie Helga vor 45 Jahren von ihrer eigenen Marionette als kleinen Begleiter durchs Leben träumen.

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