Men: Tourismusverband Erzgebirge
A A+ A++ Die Erlebnisheimat

Herbst im Erzgebirge

Foto: M. Unger

"Kimmst de ins Gebirg mol nauf,
guck dir´s a un  acht mol drauf.
Hier bei uns, do muß mer sogn,
Gibt`s wos Guts für Gaum un Mogn!
Lag när zu un aß wos miet!
Wünschen dir guten Appetit…“ 

Hier können Sie erzgebirgische Spezialitäten genießen

Frisches aus Wald, Feld und Flur

Die Hochzeit der erzgebirgischen Küche ist in den Monaten September und Oktober. Alles was die erzgebirgischen Gerichte ausmacht, finden die Köche jetzt reichlich in der Natur oder den Regionalmärkten im Erzgebirge. Regionale Spezialitäten, traditionelles Handwerk und  die Erntedankfeste sind ein bunter Reigen von Düften, Farbenspielen und geschmacklichen Genüssen. Zu  den Spezialitätenwochen im Oktober gibt es alte aber mittlerweile auch sehr modern variierte, erzgebirgische Speisen, die vordergründig mit Produkten aus der Region hergestellt werden. Neben „Hollunderbeersuppe“, „Buttermilchgetzen“, Sauerbraten können auch Gerichte wie „Apfelfleisch“, „Kaßler im Klitscherteig „ , „Brudauflaaf“  oder hervorragende Wildgerichte wie „Besoffne Wildsau“, eine „Wildererpfanne“ oder Braten frisch vom Hirsch probiert werden. Dazu empfehlen wir frisch gepressten Apfelsaft und die vielfältigen erzgebirgischen Liköre, insbesondere den Vogelbeerlikör. Wir laden alle Einwohner und Gäste unserer Region herzlich ein, den September und  Oktober im Erzgebirge mit allen Sinnen zu genießen!

WIR WÜNSCHEN IHNEN VIEL SPASS BEIM NACHKOCHEN UNSERER REZEPTTIPPS:

 

 


Schwamme-Supp (Pilz-Suppe)

Schwamme-Supp (Pilz-Suppe)
Bis auf den heutigen Tag hat sich kaum etwas an der Zubereitung von Pilzen im Erzgebirge verändert. Die Rezepte, welche Christian Lehmann 1699 im CA... mehr

Bis auf den heutigen Tag hat sich kaum etwas an der Zubereitung von Pilzen im Erzgebirge verändert. Die Rezepte, welche Christian Lehmann 1699 im CA P. XIII (Von Schwämmen) aufgeschrieben hat, entsprechen noch überwiegend dem heutigen Geschmack: »Es gibt auch sonst krause Klumpen = Schwämme/ die häufig zusammen gewachsen/ sonst Ziegenbart oder Hasenöhrlein genannt/ und von armen Leuten gegessen werden. Die Röstlinge pregelt man in Butter/ und kann sie auch in Fäßlein einsalzen und behalten.«

Und man kann sie auch trocknen, um die Schwamme dann aufgeweicht und süß-sauer abgeschmeckt als Bestandteil zum Neinerlaa/Neunerlei am Heiligen Abend mit auf den Tisch zu bringen.

Zutaten:

500 g geputzte Waldpilze/

Mischpilze

500 g Kartoffeln

1 L Fleischbrühe

Speck

Butter

Zwiebel

Salz

Pfeffer

Zucker

Essig

Petersilie

500 g geputzte Waldpilze/Mischpilze (auch eingeweichte getrocknete) werden zusammen mit ausgelassenem Speck, etwas Butter und einer gehackten Zwiebel gedünstet. Nach ca. 20 Minuten wird ein Liter Fleischbrühe aufgeschüttet und ca. 10 Minuten leicht gekocht.

Inzwischen wurden 500 g Kartoffeln in der Schale gekocht, abgeschält, in kleine Würfel geschnitten, in Butter angeröstet in die Suppe gegeben. Mit Salz und Pfeffer (typisch: auch mit etwas Zucker und Essig) abschmecken.

Kann mit untergerührter Sauermilch oder ohne serviert werden. Obenauf reichlich Petersilie oder kleingeschnittene frische Fichtentriebe (im Frühjahr Maitrieb) streuen. Man kann auch die Kartoffeln weg lassen und die Suppe durch Zugabe von Kartoffelstärke oder Einbrenn (Mehl in heißem Fett rösten) etwas sämig machen.

Ardeppelkuchn (Kartoffelkuchen)

Ardeppelkuchn (Kartoffelkuchen)
Der Kartoffelkuchen wurde meist parallel zum Stollenbacken – aus dem selben Teig - hergestellt. Aber auch im Herbst (Kirmes) oder vor Feiertagen hatte... mehr

Der Kartoffelkuchen wurde meist parallel zum Stollenbacken – aus dem selben Teig - hergestellt. Aber auch im Herbst (Kirmes) oder vor Feiertagen hatte das Backen von Kartoffelkuchen im Erzgebirge eine weitverbreitete Tradition, die durch das „Kuchensingen“ noch unterstützt wurde. Kinder und Erwachsene zogen mit Kuchensinger-Liedern von Haus zu Haus und ersangen sich so mehrere Stücken Kuchen.

 

Zutaten:

10-12 gekochten und geriebenen großen Kartoffeln
500 g Weizenmehl
100 g Hefe
6 Eier
250 g Butter
150 g Zucker
Salz

 

Aus 500 g Weizenmehl, 100 g Hefe, 10-12 gekochten und geriebenen großen Kartoffeln, sechs Eiern, 250 g Butter, 150 g Zucker und einer Prise Salz folgenden Teig herstellen: Hefe mit etwas warmen Wasser zergehen lassen, das Mehl unterrühren und gehen lassen. Dann die Kartoffeln, Eier, Butter, Zucker und Salz zu einem Teig feste durchkneten. Ausrollen, auf ein bemehltes warmes Blech geben, mit der Gabel Löcher einstechen, damit keine Blasen im Teig entstehen, zerlassene Butter darüber streichen, Zucker und Zimt darüber streuen und noch paar Butterflocken (Schminkele) aufsetzen. Etwa 30 Minuten in der Röhre backen.

 

 

Reformationsbroteln (Reformationsbrötchen)

Reformationsbroteln (Reformationsbrötchen)

Die Erklärungen zur Herkunft und zur Symbolik des Reformationsbrötchens sind zahlreich: So soll es eine Luther-Rose darstellen, mit der der Reformator seine Briefe signiert hat. Das rote Herz in der Mitte mit Kreuz wird mit etwas Marmelade symbolisiert. Es ist noch Brauch, dass meist im Oktober (31. Oktober ist Reformationstag) Reformationsbrötchen in manchen Bäckereien angeboten werden.

Zutaten

500 g Mehl

1 Päckchen Hefe

1 Prise Salz

2 Esslöffel Zucker

2 Esslöffel Butter

125 ml Milch

Rosinen & Marmelade nach Wunsch

 

500 g Mehl, ein Päckchen Hefe, eine Prise Salz, zwei Esslöffel Zucker, zwei Esslöffel Butter und 125 ml lauwarme Milch zu einem Teig vermengen und an einem warmen Ort gehen lassen; dann ausrollen und 10 - 12 cm große Vierecke ausschneiden oder ausrädeln. Die Zipfel zur Mitte hin einschlagen und dorthin einen kräftigen Klecks Marmelade (ev. mit Rosinen vermischt) geben; noch paar Minuten gehen lassen und in der Röhre knusprig ausbacken.

Schöpsen-Keule in Bier

Schöpsen-Keule in Bier

Zutaten:

500 g Schöpsenfleisch

500 ml Bockbier

Kartoffelstärke

Muskat

Zitrone

Salz

Pfeffer

In einer eisernen Kasserole wird Fett stark erhitzt, dann wird 1 Pfund Schöpsen- (Hammel-) Fleisch in grobe Stücke geschnitten und mit Salz und Pfeffer gewürzt. Jetzt kommt das Fleisch in das heiße Fett und wird schnell ringsum angebraten.

Nun schüttet man 500 ml gutes dunkles Bockbier langsam darüber und lässt alles etwa eine Stunde in der Röhre schmoren. Soße mit etwas Kartoffelstärke binden (eventuell noch etwas Bier nachgießen), mit Muskat und ein paar Spritzern Zitrone abschmecken.

(Kopie 1)

Das Projekt wird gefördert durch:

öffnenErzgebirge aktuell

  • Webcams

    Webcam

Partner

  • Erzgebirgssparkasse
  • Freiberger Pils
  • Enviam
  • vms
  • Lauterbacher Tropfen
  • Richter Fleischwaren
  • Erzgebirge.org
  • Erzgebirge.de
  • Wirtschaft im Erzgebirge
  • Annaberger Backwaren
  • Modellbahnland Erzgebirge
  • Landesgartenschau Oelsnitz