Tourismusverband Erzgebirge e.V.
Adam-Ries-Straße 16
09456 Annaberg-Buchholz

Erzgebirgs-ABC

Hier navigieren wir sie alphabetisch durch die Reiseregion mit den wichtigsten touristischen Highlights & Informationen. Gern können Sie daraus Textbausteine für die eigene Arbeit oder für Veröffentlichung nutzen. 

A - wie Automobil

Ein Leben ohne Auto? Unvorstellbar! Umso spannender sind die Anfänge dieses milliardenschweren Industriezweiges, denen sich das August Horch Museum Zwickau widmet. Neben der Historie seines Namensgebers feiert das Museum nun auch seine Erweiterung. Ganz neu und aufwendig inszeniert werden die Silberpfeile der Auto Union präsentiert. Man kann auf den Zuschauerrängen beim Großen Preis Platz nehmen, die Video-Installation genießen und sich mittendrin fühlen. Sensationell, einmalig!

Fans amerikanischer Wagen kommen im Erzgebirge ebenfalls auf ihre Kosten, denn im V8 Werk Altenberg liegt Benzin der Vergangenheit in der Luft! Schicke Karossen, wie zum Beispiel ein 79er Camaro, ein 69er Ford Mustang oder eine 58er Corvette werden hier bis ins Detail getreu wieder restauriert! Ein Stück Amerika… mitten im Erzgebirge, das Autoliebhaber gern auch für einen luxuriösen Tages- oder Wochenendausflug mieten dürfen, um die schönsten Touren im Erzgebirge zu entdecken!

B - wie Bergbau & Bergwelt

Bergbau

Alles kommt vom Bergbau her: Seit die Erzgebirger vor mehr als 800 Jahren entdeckten, dass ihr Boden reich an Rohstoffen ist, entstanden unzählige Stollen und Schächte, Hammerwerke und Schmelzhütten. Mit der folgenden Silbergräberstimmung – dem sogenannten Berggeschrey – entwickelte sich nach und nach eine moderne Industrieregion, deren Ruf tausende Menschen folgten. Sehr lange gab der Bergbau den Takt an. Aus ihm entwickelten sich die Weihnachtstradition und die Handwerkskunst des Erzgebirges sowie Sitten und Gebräuche, die bis heute lebendig sind. Die Zeugen der verschiedenen Bergbauepochen sind heute vor allem entlang der Sächsisch-Böhmischen SILBERSTRASSE zu erleben. Knapp 30 Besucherbergwerke und jährlich rund 20 Bergparaden vermitteln einen Eindruck vom Leben der Bergleute. Auf Entdeckungstour laden außerdem die historischen Bergstädte mit ihren prächtigen Hallenkirchen sowie zahlreiche Bergbaudenkmale ein. Heute strebt das Erzgebirge mit der „Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří“ den Titel „Unesco-Weltkulturerbe“ an. Eine Entscheidung zur Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste wird im Sommer 2019 erwartet.         

Tipps: Jedes Jahr am 22. Juli erinnert der Bergstreittag in Schneeberg an einen der ersten Lohnstreiks überhaupt. 1496 sollte den Bergleuten der Wochenlohn um einen Groschen gekürzt werden, worauf die Schneeberger Knappen beschlossen, für diesen einen Groschen zu kämpfen. Dabei ließen sie sich auch von Geharnischten nicht schrecken und konnten so ihre Forderungen durchsetzen. 

Bergwelt

Auf etwa 130 Kilometern Länge und durchschnittlich 35 Kilometern Breite erstreckt sich das Erzgebirge als Grenzregion zwischen Sachsen und Böhmen – vom Auersberg im Westen bis zum Geisingberg im Osten. Das etwa 300 Millionen Jahre alte Pultschollengebirge steigt von Norden aus langsam an, bevor es nach Süden steil abfällt. Die höchsten Erhebungen auf sächsischer Seite sind der Fichtelberg (1.215 m) bei Oberwiesenthal, der Auersberg (1019 m) bei Johanngeorgenstadt, der Kahleberg (905 m) bei Altenberg, der Bärenstein (898 m) bei Bärenstein, der Pöhlberg (832 m) bei Annaberg-Buchholz, der Geisingberg (824 m) bei Geising und der Scheibenberg (807 m) mit seinen 40 Meter hohen Basaltsäulen, den „Orgelpfeifen“. Der höchste Berg des Erzgebirges befindet sich auf tschechischer Seite gegenüber dem Fichtelberg: der 1244 Meter hohe Keilberg/Klinovec. Der tschechische Name des Erzgebirges lautet übrigens Krusné hory. 

E - wie Einzigartiges & Eisenbahnromantik

Einzigartiges

Haben Sie gewusst, dass die höchstgelegene Stadt Deutschlands im Erzgebirge liegt? Dieser Titel schmückt die Stadt Kurort Oberwiesenthal am Fichtelberg mit 914 Metern über dem Meeresspiegel. Das Erzgebirge hat aber noch mehr Rekordverdächtiges und Einzigartiges zu bieten:

Von Oberwiesenthal führt die Schwebebahn als älteste Kabinen-Pendelbahn Deutschlands (1924 eröffnet) auf den Fichtelberg.

Der Gipfel des Fichtelbergs ist der höchste Punkt Ostdeutschlands.

Die 40 Meter hohen Basaltsäulen am Scheibenberg sind in dieser Art und Form einmalig in Europa.

Europas größte Zinnkammern befinden sich im Besucherbergwerk Pöhla.

Die Saigerhütte Grünthal ist das einzige Denkmal der Buntmetallurgie in Europa.

Weltweit einmalig ist die Handwerkskunst des Reifendrehens in Seiffen.

Auch das Spanbaumstechen ist ein Handwerk, das es nur im Erzgebirge gibt.

Das einzige Nussknackermuseum Europas ist in Neuhausen zu besichtigen.

Eisenbahnromantik

Von ehemals 19 Schmalspurbahnen in Sachsen haben sich im Erzgebirge vier Bahnen mit der Spurweite von 750 Millimeter erhalten – die Fichtelbergbahn, die Preßnitztalbahn, die Museumsbahn Schönheide und die Weißeritztalbahn, die dienstälteste deutsche Schmalspurbahn. Noch heute lassen die alten Damen die Augen ihrer Fans glänzen, wenn sie durch die schönsten Täler im Erzgebirge dampfen. Ein Highlight ist die Erzgebirgische Aussichtsbahn, deren Streckenverlauf als einzigartig in der Region gilt,  da dieser nicht wie üblich einem der Flusstäler folgt, sondern eine Querverbindung zwischen den Bergstädten Annaberg/ Buchholz und Schwarzenberg darstellt und somit imposante Aussichten auf die Höhenzüge des Erzgebirgskamms bietet. 

Mit der Erzgebirgsbahn wird die Anreise beispielswiese durch das wunderschöne Zschopautal schon zum Erlebnis. Die Fahrt führt entlang grüner Wiesen, steiler Felswände und enger Täler. Prächtige Burg- und Schlossanlagen thronen weithin sichtbar auf den Felsvorsprüngen. Einen Zwischenstopp sollte man sich unbedingt einplanen, denn entlang der Strecke gibt es jede Menge zu entdecken. So zum Beispiel die historische Drahtseilbahn Augustusburg, welche  seit über 100 Jahren den Ortsteil Erdmannsdorf mit der Stadt und dem Schloss Augustusburg verbindet. In acht Minuten fährt die Standseilbahn gleichzeitig bergauf und bergab.  „Dobrý den“ – auch Ausflüge zu den tschechischen Nachbarn stehen auf dem Programm! Von Mai bis Oktober verkehren an den Wochenenden die Erzgebirgsbahn & die tschechische Bahn im Saisonverkehr zwischen Cranzahl - Vejprty - Chomutov und ermöglichen eine bequeme Anreise oder einen Ausflug auf einer der romantischsten Strecken durch das Erzgebirge. 

Die große Eisenbahnwelt im Kleinen kann man im Modellbahnland Erzgebirge in Schönfeld mit Europas größter Spur1-Anlage bestaunen.

Tipps: Technikliebhaber und Eisenbahnfreunde kommen im sächsischen Schmalspurbahn-Museum Rittersgrün sowie im Eisenbahnmuseum Schwarzenberg voll auf ihre Kosten.

F - wie Feste

Die Erzgebirger sind ein feierfreudiges Völkchen. Jährlich ziehen Hunderte Feste und Feierlichkeiten Gäste aus nah und fern in ihren Bann – von Ortsjubiläen über Kunst und Kirmes bis hin zu den weihnachtlichen Bergparaden.

Die Annaberger Kät in Annaberg-Buchholz ist das älteste Volksfest im Erzgebirge. Sie wird seit 1520 gefeiert und findet immer zwei Wochen nach Pfingsten statt. Der Bergstreittag in Schneeberg erinnert jedes Jahr am 22. Juli an einen der ersten Lohnstreiks überhaupt. Das Bergstadtfest in Freiberg lockt mit Konzerten, Theateraufführungen, Sportaktionen und jeder Menge Vorführungen des erzgebirgischen Brauchtums. Mit dem Lichtelfest in Schneeberg, das immer am 2. Advent stattfindet, wird an die Sehnsucht der Bergmänner nach Licht erinnert. Auch die großen Bergparaden in der Weihnachtszeit, zum Beispiel in Annaberg-Buchholz oder Schwarzenberg, sind eine Würdigung an die einst harte Arbeit der Bergmänner.

G - wie Geschichte & Glück Auf

Geschichte

Es war um 1168 als man in der Nähe des heutigen Freiberg reiche Silbererzvorkommen entdeckte. Die Kunde davon breitete sich aus wie ein Lauffeuer und führte zum ersten „Berggeschrey“. Handwerker, Händler und vor allem Bergleute folgten dem Ruf in das damals spärlich besiedelte Gebiet. Sie gründeten entlang der Handelswege nach Böhmen die ersten Siedlungen. Einen regelrechten Boom, das zweite „Berggeschrey“, lösten im 15. Jahrhundert neue reiche Erzvorkommen um Schneeberg, Annaberg und St. Joachimsthal aus. Nach einer gewaltigen Besiedlungswelle entwickelte sich das Erzgebirge zum dicht besiedeltsten Mittelgebirge Europas. Neue planmäßig errichtete Bergstädte, wie die Renaissance-Stadt Marienberg, die Orte Oberwiesenthal oder Gottesgab entstanden. Im 16. Jahrhundert avancierte die Region gar zum Zentrum des Bergbaus in Mitteleuropa.

Im 16. Jahrhundert hielt moderne Technik Einzug in die Stollen. Mittels Wasserförderung und Wasserhebung konnten Wasserkraftmaschinen betrieben werden, die einen Teil der Handarbeit übernahmen. Um die erheblichen Wassermengen dafür zur Verfügung zu stellen, wurden umfangreiche Kunstgrabensysteme mit Kunstteichen und Röschen angelegt. Nach dem Niedergang des Bergbaus wurden Holzkunst, Spitzenklöppelei und Posamentenherstellung neue Erwerbszweige. Noch heute sind das erzgebirgische Holzspielzeug und die Weihnachtsartikel wie Pyramide, Räuchermännchen oder Nussknacker weltbekannt.

 

 

Glück Auf

So grüßten sich die Bergleute vor bereits mehr als 500 Jahren. Der Gruß beschreibt die Hoffnung der  Bergleute  „es mögen sich Erzgänge auftun.“ Weiterhin wird mit diesem  Gruß der Wunsch für ein gesundes Ausfahren aus dem Bergwerk nach der Schicht  verbunden. Auch heute ist „Glück Auf“ im täglichen Leben gebräuchlich und  vielerorts im Erzgebirge zu hören. 

H - wie Handwerkskunst & Heimatgenuss

Handwerkskunst

Als Ende des 16. Jahrhunderts die Erzvorkommen abnahmen und schließlich nicht mehr zum Broterwerb ausreichten, suchten die Bergleute nach einer neuen Lebensgrundlage. Was bei ihnen schon seit Jahrhunderten als Feierabendbeschäftigung verbreitet war, wurde nun zum Beruf: Die Erzgebirgische Volkskunst. Noch immer geben die Erzgebirger ihre einzigartigen Handwerkstechniken wie das Reifendrehen und das Spanbaumstechen von Generation zu Generation weiter. Heute schützt das Siegel „echt Erzgebirgische Holzkunst“ sogar international die unverwechselbaren und aufwendig gearbeiteten Figuren aus dem Erzgebirge. Rund 220 Werkstätten, vom Familienbetrieb bis zum mittelständischen Unternehmen, arbeiten heute noch mit den überlieferten Techniken. In Schauwerkstätten lassen sich die Holzkünstler über die Schulter schauen. Damals gewannen auch das Klöppeln, die Posamenten-Herstellung und das Kunstschmieden an Bedeutung. Mit 20.000 aktiven Klöpplerinnen ist das Erzgebirge übrigens DAS Klöppelgebiet Deutschlands.

Auch außergewöhnliche & hochwertige Handwerkkunst wird vielerorts noch gepflegt, so wird zum Beispiel die Kunst des Heuwebens im erzgebirgischen Clausnitz, die Herstellung hochwertiger Lederhandschuhe, Rasierpinsel oder die Uhrmacherkunst.

Tipp: Was ist eine Schell-Lack-Technik, wie funktioniert Handblechdrücken und was macht eigentlich ein Köhler? Diesen und vielen weiteren Fragen können Besucher alljährlich am 3. Sonntag im Oktober  zum Tag des traditionellen Handwerks im Erzgebirge nachgehen und sich von der  Qualität und Aktualität hiesiger Handwerkskunst zu überzeugen.

Heimatgenuss

Die traditionelle Küche des Erzgebirges ist bodenständig, deftig und einfach. Kartoffeln sind ein Hauptbestandteil der deftigen Mahlzeiten.  Griene Kließ und Schwammebrie gehören wie Raacher Maad, der Ardäpplkuchn oder die Grünen Klitscher zur erzgebirgischen Heimatküche.   Die Marke HEIMATGENUSS ERZGEBIRGE  ist eine Kooperation  zwischen dem Tourismusverband  Erzgebirge  e.V., Gaststätten mit regionaler Küche und regionalen Erzeugern/Produzenten. Betriebe die das Qualitätssiegel HEIMATGENUSS ERZGEBIRGE  tragen, produzieren & kochen für ihre Kunden hier im Erzgebirge  gewachsenes, hergestellte oder veredelte erzgebirgstypische Produkte. 

K - wie Kirchen & Kulturschätze

Kirchen

Mit den Silberfunden kam nach und nach auch der Reichtum ins Erzgebirge und immer mehr Menschen strömten in die Region. Die imposanten und oft reich ausgestatten Hallenkirchen der neu entstandenen Bergstädte sind Zeugnis dieses Wohlstandes – und der Dankbarkeit der Landesfürsten und Bergleute. Berühmt sind die St. Annen-Kirche (1499-1525) in Annaberg-Buchholz, der Freiberger Dom St. Marien und die St.-Wolfgangs-Kirche (1516-40) in Schneeberg. Sie ist die größte spätgotische Hallenkirche Sachsens. Im Innern kann man einen Altar von Lukas Cranach des Älteren bewundern. Die achteckige Seiffener Bergkirche von 1779 ist als Motiv der Erzgebirgischen Holzkunst verewigt. Die Bergkriche St. Marien in Annaberg - Buchholz ist einzigste bergmännische Sonderkirche Sachsens. Sie beherbert die Bergmännische Krippe, ein Meisterwerk der Holzbilhauerkunst.  

Kulturschätze

Kulturschätze: Mit 3.500 Mineralien, Edelsteinen und Meteoriten ist die terra mineralia, eine Dauerausstellung der TU Bergakademie Freiberg, eine der schönsten Mineralienschauen der Welt. Besucher erleben die Schätze der Erde in einer überwältigenden Präsentation: Ein modernes Ausstellungskonzept und das historische Ambiente des Schlosses Freudenstein lassen die Minerale in einer völlig neuen Schönheit erstrahlen.

Neben der terra mineralia  ist Geowissenschaftliche Sammlung der TU Bergakademie Freiberg das zweite mineralogische Highlight in Freiberg: schöne und seltene Minerale, unübertroffen in Formen und Farbvielfalt - zusammengetragen und präsentiert in einer weltberühmten Sammlung, welche keinesfalls nur für Fachleute interessant ist. 

Wahrhaft traumhaft die Präsentation im Erlebnismuseum „Manufaktur der Träume” im Herzen der Annaberger Altstadt an.  Die imposante Vielfalt erzgebirgischer Figuren – von Engeln und Bergmännern über Nussknacker und Massefiguren bis zu wunderbaren Spielsachen – entführt ins Land der Fantasie. Mit über 1.000 Objekten aus vier Jahrhunderten beherbergt die Manufaktur der Träume eine der größten  Privatsammlungen weltweit.

Die bedeutende Leihgabe stammt von der deutsch-schweizerischen Sammlerin und Erbin des Wella-Konzerns Erika Pohl-Ströher.  

Klassik, Alte Musik, Experimentelles und Traditionelles - das Angebot für Kulturhungrige in der Erlebnisheimat Erzgebirge ist vielfältig. Die Klassischen Theater in Freiberg (mit dem ältesten Stadttheater der Welt) und in Annaberg-Buchholz erfüllen die Erwartungen der Besucher von Oper, Kabarett bis Schauspiel. Das Naturtheater Greifensteine bildet mit seiner malerischen Felsenbühne mitten im Erzgebirge die einzigartige Kulisse für die jedes Jahr im Sommer stattfindenden Greifenstein – Festspiele des Eduard-von-Winterstein-Theaters.  Mit Premieren und Theaterklassikern werden kleine und große Theaterfreunde charmant durch die Sommersaison begleitet.

Die Kulturtage „artmontan“ versprechen außergewöhnliche Veranstaltungen an ungewöhnlichen Veranstaltungsorten. Egal, ob zu Dixieland oder Wiener Melodien, es wandeln sich überwiegend Untertage-Räume sowie Produktionsstätten in Industriebetrieben zu Konzertsälen.

M - wie Museen & Musik

Museen

In kaum einer ostdeutschen Region gibt es mehr Museen: Mehr als 120 hat das Erzgebirge. Darunter sind einige wirkliche Entdeckungen wie zum Beispiel der Frohnauer Hammer (1436 erstmals erwähnt) bei Annaberg-Buchholz, das Erzgebirgische Freilicht- und Spielzeugmuseum in Seiffen oder das erste Nussknackermuseum Europas in Neuhausen.

Der Museumskomplex Saigerhütte Grünthal (Olbernhau) ist das einzige Denkmal der Buntmetallurgie in Europa. Ursprünglich für das Ausschmelzen von Silber aus Schwarzkupfer errichtet, entwickelte sich das Werk zum Zentrum der Kupferverarbeitung. Ein besonderes Erzeugnis war das „Grünthaler Dachkupfer“, das teilweise noch heute europaweit zu finden ist.

Das Sächsische Brauereimuseum Rechenberg zeit die fast 450-jährige Geschichte der Bierherstellung. 

»Gipfelstürmer. Ein Thal erobert die Welt« – in der Ausstellung des Wiesenthaler K3`s werden Sie in den Bann des »Weißen Thales« gezogen und erleben die Entwicklung der Bergstadt Oberwiesenthal zum bekanntesten Wintersportort in Sachsen. Auch Begegnungen mit den Größen des Sports wie Jens Weißflog, Eric Frenzel oder Richard Freitag sind hier möglich!

Unter dem Motto „Faszination Zeit – Zeit erleben“ zeigt das Deutsche Uhrenmuseum in Glashütte nicht nur die Tradition der Uhrmacherkunst in Sachsen, sondern verschafft auch einen emotionalen Zugang zum Phänomen Zeit.  

Musik

Vor 300 Jahren schuf Gottfried Silbermann in der Region rund um die Bergstadt Freiberg eine einzigartige Orgellandschaft, die bis heute Musikliebhaber und Orgelfreunde aus aller Welt in ihren Bann zieht. Silbermanns wichtigstes Werk, die große Freiberger Domorgel, ist zugleich sein am besten Erhaltenes.

Das Erzgebirge mit seiner reichhaltigen Kultur und Tradition trifft auf weltbekannte Interpreten und junge Künstler – das ist der Grundgedanke zweier Festivals, die seit 2010 im Wechsel der Jahre dieser Musiklandschaft neue Impulse verleihen. Die SILBERMANN-TAGE mit dem internationalen Orgelwettbewerb und das MUSIKFEST ERZGEBIRGE bieten Musikfreunden von Nah und Fern außergewöhnliche Musikerlebnisse. 

Die Erzgebirgische Philharmonie Aue ist ebenfalls musikalisches Aushängeschild einer ganzen Region. Der Dirigent & Generalmusik-direktor Naoshi Takahashi formt das Orchester mit höchsten Quali-tätsansprüchen und einer Menge Herzblut.

Die Kulturtage „artmontan“ versprechen außergewöhnliche Veranstaltungen an ungewöhnlichen Veranstaltungsorten. Egal, ob zu Dixieland oder Wiener Melodien, es verwandeln sich überwiegend Industrie-& Produktionsstätten zu Konzertsälen.

Das Europäische und zugleich Internationale Blasmusikfestival Bad Schlema versetzt den Kurort alljährlich am 3. Septemberwochenende in einen blasmusikalischen Ausnahmezustand. Orchester aus aller Welt bringen ihre Fans im Erzgebirge mit Rock, Pop, Volksmusik, Big-Band-Sound und Swing spielend in Schwung.

Carlsfeld im Erzgebirge gilt als die Geburtsstätte des Bandonions. Von hier wurden die schönen Instrumente bis nach Argentinien geliefert, wo Sie mit wundervollen Klängen und Rhythmen den Tango- Tanz anheizten. Alljährlich dürfen sich Gäste  im Oktober beim Bandonionfestival in Carlsfeld auf internationale Bandoniongruppen und Solisten freuen.

N - wie Naturpark Erzgebirge/ Vogtland

Der Naturpark „Erzgebirge/Vogtland“ ist einer der waldreichsten und mit 120 Kilometern der längste Naturpark Deutschlands. Seltene und oft europaweit gefährdete Tier e und Pflanzen haben in der abwechslungsreichen Natur ihre Heimat. Heckenlandschaften mit Steinrücken und Feldgehölzen, Hochmoore in den Kammlagen, Quellmoore in den zahlreichen Bach- und Flusstälern, Berg- und Feuchtwiesen sowie Reste der ursprünglichen Bergmischwäldern bieten vielfältige Lebensbedingungen für unterschiedlichste Arten.

O - wie Oldtimerträume

Für Technikinteressierte und Liebhaber historischer Fahrzeuge ist ein Besuch im Erzgebirge schon fast wie eine Pilgerreise. Sie treffen hier, in der Wiege der sächsischen Automobilproduktion, auf legendäre Namen wie AUDI, DKW, Framo, MZ oder Wanderer.

Im August-Horch-Museum, einem der modernsten Technikmuseen Deutschlands, gibt es fahrtüchtige Oldtimer zum Anfassen, seltene historische Plakate, weitgehend unbekannte zeitgenössische Dokumentationsfilme und Video-Animationen zu sehen. 

Der Mythos MZ ist ebenfalls bei einem Besuch der Motorradstadt Zschopau und dem dort ansässigen Motorradmuseum auf Schloss Wildeck erlebbar. Die Ausstellung »Motorradträume« zeigt die Entwicklung des Motorradwerkes Zschopau von der Gründung DKW bis zur Blütezeit und dem Niedergang von MZ.

Schloss Augustusburg beherbergt eines der bedeutendsten und umfangreichsten Zweiradsammlungen Europas. Auf einer Ausstellungsfläche von 1200 m² wird anhand von 175 hochinteressanten Exponaten die technische Entwicklung des Motorrades von 1885 bis heute eindrucksvoll in Szene gesetzt.

Veranstaltungen wie die August Horch Klassic (alljährlich im Juli) oder der Pöhlbergpreis in Annaberg- Buchholz  ( alljährlich am Pfingstsamstag) lassen historische Fahrzeuge und deren Fahrer natürlich in besonderer Weise zur Geltung kommen.

P - wie Persönlichkeiten

Silberfunde und schöne Städte: Kein Wunder, dass kreative Köpfe  gern in dieser Region lebten. Von hier aus wurden sie weltberühmt. Adam Ries (1492-1559), der vor über 500 Jahren in Annaberg lebte und lehrte, ist als „Vater des modernen Rechnens“ bereits Grundschülern bekannt. Ihm ist es zu verdanken, dass die unhandlichen römische Zahlen durch die heute gebräuchlichen arabischen Zahlen ersetzt wurden. Heute noch kennt man den Spruch „Das macht nach Adam Ries ...“.

Weitere berühmte Persönlichkeiten wurden im Erzgebirge geboren oder wirkten hier: etwa der Orgelbaumeister Gottfried Silbermann (1686-1759 bei Frauenstein geboren) , Georgius Agricola ( 1494-1555 Begründer der modernen Montanwissenschaft) , Barbara Uthmann- „Mutter der erzgebirgischen Spitzenklöppelei“ deutsche Montan-Unternehmerin / Verlegerin (1514-1575 ) , Karl Stülpner- Wildschütz und legendärer Volksheld „erzgebirgischer Robin Hood“ (1762-1841), Anton Günther- bekanntester Volksdichter und Heimatsänger (1876-1937), Carlfriedrich Claus- in Annaberg geborener Grafiker und Schriftsteller, erhielt das Bundesverdienstkreuz, seine Bilder hängen u. a. im Reichstag(1930-1998).

Bekanntester Erzgebirger der Gegenwart ist Jens Weißflog. Mit drei Olympia-Siegen, zwei WM-Goldmedaillen und zahlreichen weiteren Preisen ging er als einer der erfolgreichsten Skispringer aller Zeiten in die Annalen ein. Heute ist er Erzgebirgshotelier in Oberwiesenthal.Weitere Spitzensportler der Region sind Eric Frenzel & Richard Freitag.

 

 

R - wie Radfahren & Mountaibike

Mit dem Rad auf aussichtsreichen Höhen entlang des Kamms oder durch romantische Täler, das ist pure Zweiradliebe im Erzgebirge! Pedalritter sind hier auf Trekkingrad, Rennrad, E-Bikes oder dem Mountainbike gut unterwegs und können jede Menge Natur & Landschaft entdecken. 

 

Höhenmeter & Adrenalin sammeln Mountainbiker auf der deutschlandweit einmaligen Strecke „Stoneman Miriquidi“.  162 km, 4.400 Höhenmeter, 9 Gipfel, 2 Länder - ein grenzenloses Erlebnis erwartet Mountainbike-Fans! Unterwegs streift man das Trailcenter Rabenberg, Deutschlands ersten Mountainbike- Singletrailpark, hier ist Technik angesagt!

Das Rennraderlebnis der Extraklasse verspricht der Stoneman Miriquidi Road: 290 Kilometer und über 4.900 Höhenmeter führt diese Rennradstrecke über den deutschen Erzgebirgskamm und entlang des tschechischen Egergrabens.

 

Mit dem Zschopautalradweg, dem Mulderadweg oder dem Flöhatalradweg durchziehen Flussradrouten die Region und sind ideal für Tourenradfahrer. Ein Highlight ist die Karlsroute, die über den Erzgebirgskamm hinweg die Städte Aue und Karlovy Vary wie auch den „Mulderadweg“ mit dem „Egerradweg“ verbindet. Auch weitere Grenzerlebnisse im sächsisch-böhmischen Erzgebirge können auf dem Rad entlang der Erzgebirgsmagistrale (170 km auf tschechischer Seite) und dem Radfernweg Sächsische Mittelgebirge (250 km auf deutscher Seite) erkundet werden.

Wer Gesellschaft & den sportlichen Ehrgeiz liebt, nutzt eine der zahlreichen Radsportveranstaltungen im Erzgebirge: Seit Jahren sind fest etablierte Mountainbike-Events im Erzgebirge, wie die MAD EAST CHALLENGE in Altenberg oder der Erzgebirgsbike Marathon (EBM) in Seiffen, bekannt für ihren sportlichen Anspruch und die fast schon familiäre Atmosphäre nach einem heißen Rennen.

S - wie SILBERSTRASSE

Die Zeugen der verschiedenen Bergbauepochen reihen sich – wie Perlen an einer Schnur – entlang der Sächsisch-Böhmischen SILBERSTRASSE, sie gilt als längste Ferienstraße Sachsens.      

Auf etwa 275 Kilometern zwischen Zwickau bis nach Dresden (sowie auf Nebenrouten und grenzüberschreitend bis nach Tschechien) zeigt der alte Handelsweg eindrucksvoll, wie der Alltag damals ausgesehen haben muss. Die Ferienstrasse erzählt die Geschichte des glänzenden Metalls, das diese Region so prägte. Bergstädte, Mühlen, Kupferhämmer, Schaubergwerke, die erste Rechenschule von Adam Ries und Silbermannorgeln sind ein kleiner Teil dessen, was an Attraktionen im Erzgebirge auf wissbegierige Besucher wartet.

Tipp: Bergstädte & Kulturschätze – eine Erlebnisreise entlang der SILBERSTRASSE

T - wie Theater

Im Erzgebirges bieten zwei Theater abwechslungsreichen Kulturgenuss in der Region – von Konzerten und Schauspiel bis Oper, Ballett und Puppentheater.

In Freiberg, Heimat des Mittelsächsischen Theaters Freiberg/Döbeln wurde 1800 Carl Maria von Webers erste Oper, „Das stumme Waldmädchen“, uraufgeführt. Das Freiberger Theater ist seit 1791 im Besitz der Stadt und damit nach eigenen Angaben ältestes mit eigenem Ensemble spielende Stadttheater der Welt. Das Zwei-Sparten-Theater Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg (Eröffnung 1893) bespielt zusammen mit der Erzgebirgischen Philharmonie Aue die Region. Das Naturtheater Greifensteine bildet mit seiner malerischen Felsenbühne mitten im Erzgebirge die einzigartige Kulisse für die jedes Jahr im Sommer stattfindenden Greifenstein – Festspiele des Eduard-von-Winterstein-Theaters.  Mit Premieren und Theaterklassikern werden kleine und große Theaterfreunde charmant durch die Sommersaison begleitet. 

U - wie Urlaubsregion

Mit einer Fläche von ca. 3.300 km² erstreckt sich das Erzgebirge über 3 Landkreise und ist damit eines der flächenmäßig größten Reisegebiete in Sachsens. Es verfügt über Unterkünfte mit knapp über 30.000 Betten insgesamt, zwei Drittel davon im gewerblichen Bereich, ein Drittel in Häusern mit weniger als zehn Betten.

Jährlich werden in der Region laut der amtlichen Statistik des Freistaates Sachsen 3 Mio. Übernachtungen im gewerblichen Bereich (Beherbergungsgewerbe ab  10 Betten) und über eine Million Gästeankünfte verzeichnet. Damit ist das Erzgebirge die übernachtungsstärkste Flächendestination im Freistaat Sachsen.  

W - wie Wanderglück & Winterzeit

Wanderglück

Eine der schönsten & traditionsreichsten Mittelgebirgslandschaften Deutschlands lockt als Wanderregion mit grandiosen Ausblicken.

Das Highlight der erzgebirgischen Wanderwelt ist der zertifizierte Qualitätsweg Kammweg Erzgebirge-Vogtland. Er gilt als einer der schönsten Weitwanderwege Deutschlands und verläuft auf 285 Kilometer von Altenberg-Geising bis nach Blankenstein in Thüringen. Seine eher anspruchsvolle Wegeführung über die höchsten Gipfel des Erzgebirges und Vogtlandes lässt so manches Mal den Schweiß perlen, belohnt jedoch mit einzigartigen Naturerlebnissen und Panoramablicken.

Auch der „Erste Deutsche Glockenwanderweg“ ist ein Highlight der erzgebirgischen Wanderwelt. Erwandert werden kann der Glockenwanderweg auf insgesamt 23 km zwischen Seiffen und Deutschneudorf, unterwegs gibt es 16 Stationen zu entdecken.

Jene, die gern in Gesellschaft unterwegs sind und die ein oder andere Geschichte am Wegesrand erfahren möchten, sind die alljährlich stattfindenden Wanderwochen „unterwegs mit Freunden“ ein Muss.  Auf  Rundwanderungen zu wechselnden Themen bringen kundige Wanderführer den Gästen die Erlebnisheimat Erzgebirge näher und verraten ihnen wahre Lieblingsplätze.  Jedes Jahr werden insgesamt drei Wanderwochen angeboten, im Januar, Mai und September, jeweils vom 3. Samstag bis zum 4. Sonntag im Monat.    

Ein Wandererlebnis der Extreme erwartet ambitionierte Sportler & Wanderfans alljährlich im August mit dem ERZHIKE-MARATHON.

Winterzeit

Auszeit: Wenn die Natur sich zur Ruhe legt und die Landschaft sich schlicht kleidet ist es an der Zeit, sich der Gemütlichkeit & Wärme zu widmen. Wo sonst könnte man dies besser, als in einer der Thermen oder Wellnessanlagen der Region! 

Erholung für Geist und Körper erwartet Gäste im radon- und solehaltigen Wasser des Gesundheitsbades „ACTINON“ in Bad Schlema, in den Thermen des Thermalbades Wiesenbad und Kurort Warmbad oder im Raupennest in Altenberg. Eine Saunareise um die ganze Welt versprechen die Badegärten Eibenstock. Vielfältige Themenaufgüsse sorgen für jede Menge Abwechslung während eines Saunatages.

Auch in der höchstgelegensten Stadt Deutschlands - Kurort Oberwiesenthal Wellness geboten. Ob in beispielsweise in stilvollem Blockhausambiente des Appartementhotels Weißflog oder im modernen und komplett auf Familien ausgerichtete Wellnessbereich des Elldus Resorts- hier ist Entspannung angesagt!

Weihnachtszeit: Mit Blick auf den ersten Advent ist die Vorfreude im Erzgebirge überall spürbar. Die Weihnachtsmärkte sind vorbereitet, Plätzchen & Stollenbäcker sind fleißig am Werk und alles wird liebevoll dekoriert. Ab dem 1. Advent drehen sich die Pyramiden wieder,  die Schwibbögen sowie Bergmann- & Engel schmücken die Fenster und lassen das gesamte Erzgebirge in einem warmen Lichterglanz erstrahlen. Bis Maria Lichtmess am 2. Februar sind romantische Ausflüge im Lichterglanz, Neujahrs- und Weihnachtsschauen sowie festliche Konzerte zu erleben.

Für Wintersportfans & Landschaftsgenießer: Das Erzgebirge bietet alles, was das Skifahrerherz begehrt: reichlich Schnee, herrliche Abfahrten, unzählige Loipen und rasante Bobfahrten – und das alles mitten in Deutschland. Damit ist das Erzgebirge eines der bedeutendsten Wintersportzentren Deutschlands. 1.000 Kilometer Loipe führen durch die verschneite Erzgebirgslandschaft, darunter auch eine der schönsten und schneesichersten Loipen im Bundesgebiet, die Kammloipe. Ihr hat der Deutsche Skiverband das Prädikat "Exzellente Loipe" verliehen. Viele unberührte Landstriche der Region laden zu ausgedehnten Skiwanderungen ein. Am Fichtelberg sorgen zehn Skipisten mit einer Gesamtlänge von über 15 Kilometern für alpines Flair. Drei Doppelschleppliftanlagen, eine Vierersesselbahn und eine Großkabinenbahn sind in der Regel bis März in Betrieb.

Die Rennschlitten- und Bobbahn in Altenberg ist eine der modernsten und anspruchsvollsten Kunsteisbahnen der Welt. Jedes Jahr steht Altenberg fest im Terminkalender internationaler Rennrodler, Skeleton- und Bobpiloten. Adrenalin pur verspricht der Gästebob: Auf den Spuren der Bob-Weltmeister jagt der Besucher an Bord eines originalen 4er-Bobs mit 100 Stundenkilometern über 11 steile Kurven den Eiskanal hinunter. Von einem erfahrenen Piloten und Bremser wird er sicher ins Ziel gebracht. 

Neben den klassischen Wintersportmöglichkeiten in den Orten können die Gipfel &  Täler des Erzgebirges bei einer ausgiebigen Winter- oder Schneeschuhwanderung erkundet werden. Egal ob mit oder ohne Schnee, die Möglichkeiten sind vielfältig, Natur & Landschaft im Winterschlaf zu entdecken.

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