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Foto: Richter Fleischwaren GmbH & Co. KG, Oederan •
Tourismusverband Erzgebirge e.V.
Adam-Ries-Straße 16
09456 Annaberg-Buchholz

Zu Besuch bei unseren Erzeugern

Ein gutes Stück Heimat steckt in den Produkten der Erzeuger hier im Erzgebirge. Wir haben uns auf den Höfen und Betrieben umgeschaut, um zu sehen, wo und wie unsere „HEIMATGENUSS ERZGEBIRGE“ Partner produzieren. Kommt mit auf unsere Landparty und schaut, wo Käse, Wurst, Honig oder auch Räucherkerzen entstehen!

Zu Besuch im Landhaus Bienentau

Bienen – sie sind die kleinsten aber drittwichtigsten Nutztiere der Welt. Wer sich mit ihnen und ihren für uns wertvollen Produkten beschäftigt, bewegt sich immer auf einem Grat zwischen Faszination und Wissenschaft.
Bienen machen unwiderstehlich süßen Honig. Das weiß seit Generationen jedes Kind. Was aber drinsteckt, deckt den kompletten Bedarf an Stoffen jedes Menschen ab. Und im Bienenstock schlummert noch viel mehr heilende Kraft ... 

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Foto: BUR-Werbung Annaberg-Buchholz, Dirk Rückschloss

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Wenn fleißige Bienen auf leidenschaftliche Imker treffen …

Bienen – sie sind die kleinsten aber drittwichtigsten Nutztiere der Welt. Wer sich mit ihnen und ihren für uns wertvollen Produkten beschäftigt, bewegt sich immer auf einem Grat zwischen Faszination und Wissenschaft. Mit einem besonders faszinierenden Geburtstagsgeschenk beginnt so im Jahr 2008 die Geschichte des Familienunternehmens „Landhaus Bienentau“: mit einem eigenen Bienenvolk. Von dem Zeitpunkt an war Kai Schulze vom Bienenvirus infiziert worden, erzählt seine Frau Susan schmunzelnd, die selbst von Kindesbeinen an mit den Bienenstöcken ihres Vaters vertraut ist. Dieser wiederum übernahm die Imkerei von seinem Vater, so dass das Wissen über die fleißigen Völkchen in der Familie weitergegeben wird und immer wieder neue Erkenntnisse hinzukommen.

Bienen machen unwiderstehlich süßen Honig. Das weiß seit Generationen jedes Kind. Was aber drinsteckt, deckt den kompletten Bedarf an Stoffen jedes Menschen ab. Und im Bienenstock schlummert noch viel mehr heilende Kraft. So gilt die Propolis, das sogenannte Bienenharz, als das stärkste natürliche Antibiotika und das Gelee Royal als wertvollstes Produkt überhaupt. Was nicht verwunderlich ist, denn der Name sagt es: Es sind die energiereichsten Stoffe, die nur der Königin ihr Leben lang, also bis zu sechs Jahre, vorbehalten sind. Sie bezieht das Gelee Royal aus fünf „Tankstellen“, von denen Leitungen direkt in die königliche Wabenstube führen. Nur so ist sie in der Lage, täglich zwischen 2.000 und 3.000 Eier zu legen, aus denen dann die fleißigen Arbeiterinnen werden. Mit der antibakteriellen Propolis wiederum tapezieren die Bienen ihre Waben, legen eine Art Teppich vor den Bienenstock und halten so ihr Heim steril.

Unter dem Begriff Apitherapie sammeln sich alle Anwendungen, die man aus Bienenprodukten zu Heilzwecken einsetzen kann. Dafür müssen Honig, Propolis, Bienengift und Co. von hoher Qualität geerntet, verarbeitet und gelagert werden. „Honig wirkt im Frühjahr entschlackend, im Herbst aufbauend und kräftigend. Er enthält „gute“ Kohlenhydrate, denn ganz ohne funktioniert unsere Ernährung nicht. Dafür nimmt Honig auch den Heißhunger. Er verschließt Wunden von außen schneller und desinfiziert – kurzum: Honig ist ein Alleskönner“, beschreibt Susan Schulze. Abgesehen von all seinen heilenden Kräften, schmeckt Honig einfach gut. Und auch das machen sich die Bienentau-Leute zunutze. Etwa 15 klassische Sorten und Kreationen verfeinert mit Sanddorn, Ingwer, Aronia, Himbeere oder Chilli verführen mit jeweils ganz eigenem Charakter. Für die Varianten der Blütenhonige werden die 200 Völker wochenweise bis nach Leipzig und Spremberg verteilt, um auch Sorten wie Akazie oder Lindenblüte zu liefern, die nicht im Erzgebirge heimisch sind. Trotz der Umzüge schwärmen die schlauen Bienchen in einem Radius von drei Kilometern aus – und finden immer wieder in ihren Stock zurück.

Da Honig auch gut zum Kochen geeignet ist, verrät Susan Schulze ein paar Familiengeheimnisse:

„Meine Mama gibt schon immer in Sauerkraut einen Esslöffel Honig zu. So ist das Kraut angeblich nicht mehr blähend“. Sie selbst ersetzt in allen Brot- und Pizzateigen normalen Zucker mit Honig und wertet die sonst „leeren“ Kohlenhydrate auf. Und ganz persönlich geht für sie nichts über ein Tiramisu mit ihrem Verkaufsrenner Erdbeerhonig. Kaufen kann man den Alleskönner Honig in einer großen Sortenvielfalt, kosmetische Produkte, Kerzen aus Bienenwachs und hochprozentige Raffinessen wie die „Glühbiene“ oder den „Bärenfang“ in den zwei Bienentau Läden: im Hofladen in Crottendorf und im urgemütlichen Lädchen unterhalb der St. Annenkirche in Annaberg-Buchholz – oder im Online-Shop unter www.bienentau.de.

Tipps: 

1. Erlebnisimkerei auf Buchung, für Kinder und Erwachsene

2. 2km -Fackelwanderung inkl. Basteln der Fackeln mit Genuss einer „Glühbiene“, ab 10 Personen

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Foto: Landwirtschaftsbetrieb Nestler

Zu Besuch beim Landwirtschaftsbetrieb Nestler

Legehennen, Weihnachtsgänse, Deutsche Sattelschweine, Heidschnucken, ostfriesische Milchschafe, Bunte Edelziegen, Zwergziegen, Braunvieh und Fleckvieh, Kaltblutpferde, Hund und Katzen – über 350 Nutz- und Haustiere leben auf dem Hof der Familie Nestler. Da schlägt das Herz eines jeden Landlebenliebhabers höher. Und nicht nur deshalb: der Weg zu Nestlers schlängelt sich durch schmale Straßen und Höfe am Erzgebirgshang empor – und endet dort, wo sich ein einzigartiger Panoramablick bietet ...

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Erlebnishof mit Bilderbuchidylle und Traumpanorama inklusive ...

Legehennen, Weihnachtsgänse, Deutsche Sattelschweine, Heidschnucken, ostfriesische Milchschafe, Bunte Edelziegen, Zwergziegen, Braunvieh und Fleckvieh, Kaltblutpferde, Hund und Katzen – über 350 Nutz- und Haustiere leben auf dem Hof der Familie Nestler. Da schlägt das Herz eines jeden Landlebenliebhabers höher. Und nicht nur deshalb: der Weg zu Nestlers schlängelt sich durch schmale Straßen und Höfe am Erzgebirgshang empor – und endet dort, wo sich ein einzigartiger Panoramablick bietet. Den dürfen die Hofeigentümer Jörg und Birgit Nestler mit ihren Kindern Clemens und Cathy sowie Oma, Schwieger- und Enkelkind täglich erleben. Wer diese pure Naturidylle samt ökologischer Produkte genießen möchte, ist hier genau richtig.

Die Gaben der Natur zu nutzen und den Kreislauf wieder ökologisch zu schließen ist hier ein Herzensbedürfnis. Die Lage des Hofes zwischen saftigen Erzgebirgswiesen ist geradezu gemacht dafür. Bei einer Käse-Kräuterwanderung mit Birgit Nestler, seit 2007 ausgebildete Kräuterpädagogin, lernt man genau diese Philosophie kennen. Start ist am Hof, wo man vom Schnattern der Gänse begrüßt wird. Über die Wiesen läuft man hin zum Stall, der Luftlinie etwa 500 Meter entfernt ist – nicht ohne dabei allerlei Grünes und Blüten zu sammeln und von Birgit Wissenswertes über die Erzgebirgskräuter und ihre heilenden und würzenden Kräfte zu erfahren. Im Kuhstall dürfen die Gäste dann in die Rolle eines Bauern schlüpfen und die Kälbchen mit frischer Milch versorgen. Zurück auf dem Hof kommt der kulinarische Teil des Workshop-Tages, an dem Kräuter und frische Milch in Form von Kräuterquark oder einem bunt gewürzten Mozzarella zueinander finden. Was die Natur hergibt, wird hier miteinander verbunden.

Clemens und Cathy, die beiden Kinder, sind selbst Landwirte mit Leib und Seele. Um auch andere Jungen und Mädchen genauso zu begeistern, lassen sich die Eltern, die zertifizierte Bauernhofpädagogen sind, einiges einfallen. So ist ein Kindergeburtstag oder eine Schulstunde auf dem Hof ein echtes Erlebnis. Die Jüngsten lernen dabei auch, dass die Natur so viel hergibt, dass man beispielsweise auf chemische Dünger verzichten kann. „Die Kühe fressen unser gutes Gras, geben beste bio-zertifizierte Milch und machen natürlich Mist. Diesen geben wir wieder auf die Wiese als alleinigen Dünger, der wiederum die Wiesen so saftig macht, dass unsere Tiere nichts weiter brauchen“, so Jörg Nestler. Und weil das gesunde Gras so viel Kraft hat und daraus bestes Heu wird, haben die Nestlers schon die nächste Idee in der Umsetzung – den Aufbau einer reinen Heumilchproduktion.

Im kleinen Hofladen findet man neben einer thematisch wöchentlich wechselnden Fleisch- und Wursttheke und einer Käseauswahl von Camembert über Schnittkäse bis hin zum Mozzarella auch Manufakturprodukte von anderen regionalen Erzeugern. Neben Honig vom Imker aus dem Ort, der seine Bienenstöcke auf Nestlers Wiesen stellt, stehen in den Regalen Grillsoßen, Nudeln, Kräutertrunk, Vugelbeer-Chutney oder Rosenblütensalz. Und ganz neu: selbst eingekochter Gänsebraten, Rote Beete und Sellerie. „So können die Gäste in Ferienwohnungen das typische erzgebirgischer Neunerlei auch ganz stiltreu selbst zubereiten. „Hier begeistert der Genuss“ - das Schieferschild im Lädchen scheint Programm zu sein. Das Thema Familie spielt beim Kreieren von Speisen übrigens eine große Rolle: „Den Käsesalat bereite ich nach einem Rezept meiner Großmutter zu. Drin sind Knoblauch, von Hand gesammelte Kräuter und Gewürze – mehr verrate ich nicht“, lacht Birgit Nestler. Und so wird der Salat wie viele andere hausgemachte Produkte bei Nestlers nie gleich schmecken. Nur bei einem kann man sicher sein: Es ist reine Natur und ganz viel Liebe zum Landleben drin.

Hofladen: freitags ab 13:00 und samstags 09:00 bis 12:00 geöffnet
Mehr Informationen: www.eiei-nestler.de

Zu Besuch bei der Hofkäserei Fritzsch

Morgens um sieben in Crottendorf: 500 Liter frische Milch plätschern aus einem dicken Schlauch in den großen blitzblanken, beheizbaren Edelstahlkessel im Produktionsraum der Hofkäserei Fritzsch. 60 glückliche Gebirgskühe haben gerade bei entspannender Musik ihre Milch gegeben, die ersten Liter von 22 Litern pro Kuh täglich. Heute steht wie an zwei weiteren Tagen pro Woche die Herstellung von Käse an ...

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Foto: BUR-Werbung Annaberg-Buchholz, Dirk Rückschloss

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Von der „Wissenschaft“ der Käseherstellung aus frischer Milch, Kräuter und Leidenschaft ...

Morgens um sieben in Crottendorf: 500 Liter frische Milch plätschern aus einem dicken Schlauch in den großen blitzblanken, beheizbaren Edelstahlkessel im Produktionsraum der Hofkäserei Fritzsch. 60 glückliche Gebirgskühe haben gerade bei entspannender Musik ihre Milch gegeben, die ersten Liter von 22 Litern pro Kuh täglich. Heute steht wie an zwei weiteren Tagen pro Woche die Herstellung von Käse an. Die Kühe gehen wieder auf die saftigen Wiesen rund um den Hof der Familie Fritzsch, der samt Kinder- und Schwiegerkinder gemeinsam gestemmt wird. In der Käserei dagegen beginnt jetzt die Herstellung der runden Schnittkäse, die je nach gewünschtem Reifegrad, vielleicht erst in einem halben Jahr oder später auf den gedeckten Tisch kommen.

Der landwirtschaftliche Familienbetrieb Fritzsch ist mit 423 Jahren Historie der älteste Sachsens, geführt in zehnter Generation, während Sohn Mike bereits in den Startlöchern steht. Die Käserei selbst wird aber erst seit acht Jahren betrieben. Mit ihr hat sich Chefin Gitta Fritzsch einen Traum erfüllt. So wird die Milch nun nicht mehr nur täglich vom Tanklaster der Molkerei abgeholt, sondern das natürliche Gut zum Teil selbst verwertet. Dort, wo heute sterile Produktion, Reifekammern und Hofladen sind, befand sich bis 1995 der alte Stall.

Bevor der Käse in die Auslage im Hofladen und auf den Märkten kommt, durchläuft er einen fest strukturierten Ablauf. Die 500 Liter Milch werden mit einer Säurekultur versetzt, die das Drehwerk im Kessel binnen einer Stunde gemächlich miteinander vermischt. Der Lab kommt hinzu, der Kessel steht still für eine Stunde. Gänzlich still, denn Unruhe und Zugluft verfälschen das Gemisch. Die Masse wird fest, so dass man sie mit der sogenannten Harfe in Brüche schneiden kann – von weizen- über haselnuss- bis walnussgroß, je nachdem, welche Sorte Käse daraus werden soll. Je kleiner der Bruch und wärmer die Milch, desto fester und würziger wird der Käse. Was an Molke im Kessel übrig bleibt, bekommen die größeren Kälber als energiereiche Nahrung. So vollzieht sich am Hof ein natürlicher Kreislauf - für glückliche Kühe und zufriedene Landwirte.

Was den Käse der Fritzschens so besonders macht? Vielleicht ist es die Leidenschaft, die entspannte Atmosphäre, die Hauptzutat Liebe und eine Portion Fingerspitzengefühl an jedem Punkt der Herstellung. Ganz sicher ist es die reine Natur, denn das Vieh ernährt sich nur vom hofeigenen Getreide, Gras und Heu – komplett ohne Fertig-Kraftfutter. Hinzu kommen die Zutaten einer Bergregion mit Kräutern von heimischen Wiesen, die dem Erzgebirgskäse, Wacholderkäse und Zachensteiner Käse ihre persönliche Note geben. 2016 überzeugten diese Zutaten und die gute Milch als Basis die Jury, den Camembert der Manufaktur mit dem deutschen Käsepreis zu veredeln. In Summe produziert die Familie Fritzsch 150 kg Schnittkäse pro Woche aber auch Joghurt, Camembert und Feta. Übrigens, jeder einzelne Käselaib ist 4 kg schwer.

Mehr über die tägliche Pflege der Käselaibe, über Solebäder und wie roter Käse zu seiner Farbe kommt, erfahren Gäste beim jährlichen Hoffest oder einer Führung mit Käseverkostung für Gruppen ab 10 Personen. Aber auch auf den Wochenmärkten der Region und im eigenen Hofladen verrät Gitta Fritzsch vielleicht das eine oder andere Rezept oder Geheimnis der Käsesommeliers. „Wenn man Käse isst, ob mit Bier oder Wein, wird man besinnlich. Am besten aber man genießt ihn pur – ganz ohne Brot“. Das kann auch schon morgens um sieben sein, wenn Fritzschens Kühe gerade wieder für Nachschub im Kessel sorgen.

Tipp von Gitta Fritzsch: Ihre „Milch ist sauer? Dann lassen Sie diese einfach noch eine Weile stehen und tropfen die festere Masse dann ab. Jetzt einfach würzen mit frischen Kräutern und fertig ist ein schmackhafter Frischkäse.“

Mehr Informationen: www.hofkaeserei-fritzsch.de

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Foto: Richter Fleischwaren GmbH & Co. KG, Oederan

Zu Besuch bei der Fleischerei Richter

Das Fleisch, das Richter Erzgebirge zu den schmackhaftesten Kreationen verarbeitet, stammt zum Großteil von Bauern aus der Region – aus dem Erzgebirge und anderen Gebieten in Sachsen bis hin zu Höfen in Thüringen und Sachsen-Anhalt. Ein weiterer Teil des Fleisches wird überregional von ausgewählten Lieferanten bezogen. „Im vergangenen Jahr haben wir alle unsere Lieferanten persönlich besucht“, erzählt Claudia Richter mit leuchtenden Augen. „Es war bewegend zu erleben, mit welch hohem Bewusstsein und Qualitätssinn unsere Bauern ihre Arbeit verrichten. Das Wohl der Tiere liegt ihnen wirklich am Herzen ...

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Heimisch im guten Geschmack ...

Richter Erzgebirge trägt den Genuss unserer Heimat im Namen

Helles Holz, rote Stühle und an den Wänden herrliche Fotos von der traumhaften Erzgebirgslandschaft: So einladend erwartet uns der Gastraum von Richter Erzgebirge in Oederan, einer von 23 Filialen im Erzgebirge und mehr als 140 Filialen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Wir treffen uns mit Claudia Richter, der Marketingchefin des sächsischen Genussunternehmens. Ihr Mann Marco und dessen Bruder Dennis Richter führen gemeinsam mit ihrem Vater, dem Firmengründer Dieter Richter, das Familienunternehmen, das seit 1969 den Geschmack des Erzgebirges in feinsten Fleisch- und Wurstwaren kultiviert.

Um uns herum sind alle Stühle voll besetzt. Es ist Mittagszeit und die Gäste lassen es sich schmecken: marinierter Hering mit Kartoffeln, Bauernfrühstück, Kassler mit Sauerkraut, Roulade mit Klößen. Gute sächsische Hausmannskost, wie zu Hause bei Muttern. „Diese erzgebirgische Genusstradition möchten wir bewahren und allen Menschen zugänglich machen“, sagt Claudia Richter. „Deshalb gibt es die leckere ‚Richter-Küche‘ jetzt auch in verschiedenen Supermärkten als Fertiggerichte zum Mitnehmen. Fix und fertig, frisch gekocht und hier aus der Region – eine gesunde und schmackhafte Alternative für Eilige, Berufstätige und ‚Nicht-so-gerne-Kocher‘.“ Dass es bei Richter Erzgebirge – immer noch weithin bekannt unter dem früheren Namen Fleischerei Richter – bei weitem nicht mehr nur um Fleisch und Wurst geht, ist eine Frage der Philosophie. „Das gute Essen, das wir hier bei uns im Erzgebirge haben, ist ein Teil unserer Kultur“, sagt Claudia Richter. „Und diese Kultur möchten wir in allen Facetten mit Leben erfüllen.“

Die konsequente Besinnung auf die Werte und Traditionen des Erzgebirges ist davon ein wichtiger Teil. Der neue Name Richter Erzgebirge verleiht dem Stolz auf die Region Ausdruck, die idyllischen Erzgebirgsbilder an den Wänden führen die Schönheit des Landstrichs vor Augen, und viele echt erzgebirgische Rezepte lassen den Geschmack des Erzgebirges lebendig werden: Heukräuter-Rohschinken, „Bergbeisser“ oder die „Bergzwerge“, die Richter auch zum beliebten „Haamitkist’l“ beisteuert. Weil das Wandern im Erzgebirge so schön ist, hat Richter ein Wanderschmalz in vielen leckeren Sorten entwickelt – klassisch mit Grieben, Tomate-Basilikum, Apfel-Zwiebel, Zucchini-Bärlauch und Kräuter-Gänseschmalz. Auch eine Kräuterbutter fürs Wintergrillen ist im Sortiment. Denn die Echt Erzgebirgische Bratwurst ist zu jeder Jahreszeit der Renner in Richters Genusstheken.

Das Fleisch, das Richter Erzgebirge zu den schmackhaftesten Kreationen verarbeitet, stammt zum Großteil von Bauern aus der Region – aus dem Erzgebirge und anderen Gebieten in Sachsen bis hin zu Höfen in Thüringen und Sachsen-Anhalt. Ein weiterer Teil des Fleisches wird überregional von ausgewählten Lieferanten bezogen. „Im vergangenen Jahr haben wir alle unsere Lieferanten persönlich besucht“, erzählt Claudia Richter mit leuchtenden Augen. „Es war bewegend zu erleben, mit welch hohem Bewusstsein und Qualitätssinn unsere Bauern ihre Arbeit verrichten. Das Wohl der Tiere liegt ihnen wirklich am Herzen. So fressen die Rinder unserer regionalen Lieferanten gutes, mineralienreiches Raufutter von den erzgebirgischen Wiesen. Die Bauern gönnen den Weiden auch die so wichtigen Erholungsphasen und tragen damit zur Landschaftspflege bei.“ Vor unserem geistigen Auge entsteht eine Bergwiese mit Sommerblumen, auf der glückliche Kühe weiden. Da schmeckt der Rinderbraten oder das Dry Aged Beef doch gleich noch besser.

Auch beim Schweinefleisch legt Familie Richter Wert auf Qualität. „Das Fleisch für unser Qualitäts-Programm ‚Richter Gut‘ stammt ausschließlich von Höfen, die wir persönlich ausgewählt haben. Dafür haben wir uns drei Jahre Zeit gelassen. Die Schweine der Duroc-Rasse leben unter besonders guten Bedingungen. Da sich alle Höfe in der sächsischen und thüringischen Umgebung befinden, fallen keine langen Transportwege an – das ist schonend für Tiere und Fleisch“, erzählt Claudia Richter. Eine Zuwendung, die man schmeckt. Das Fleisch ist besonders saftig und von einer feinen Marmorierung durchzogen. Beim Braten entsteht kaum Garverlust, und der Geschmack ist von einer Intensität, die fast schon vergessen schien. Schön, dass Richter Erzgebirge diese Genusstradition für uns alle bewahrt.

Mehr Informationen: www.RichterErzgebirge.de

Zu Besuch auf dem Rößler-Hof

Ein sonniger Nachmittag im Frühsommer, wilde Gräser wiegen sich sanft im Sommerwind, während wir durch das idyllische Zwönitztal fahren. Das Ziel unserer kleinen Reise ist der Rößlerhof in Burkhardsdorf. Schon beim Gedanken an den köstlichen Rohmilchkäse läuft mir das Wasser im Munde zusammen. Nach alter Tradition gelangt die Milch so, wie sie von der Kuh kommt, in den Kupferkessel – frisch und unbehandelt. „Das gibt dem Käse seine schöne Würze“ ...

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Foto: Rößler-Hof

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Alles Käse …

Ein lecker-luftig-leichter Sommernachmittag mit Kindern auf dem Rößlerhof

Ein sonniger Nachmittag im Frühsommer, wilde Gräser wiegen sich sanft im Sommerwind, während wir durch das idyllische Zwönitztal fahren. Das Ziel unserer kleinen Reise ist der Rößlerhof in Burkhardsdorf. Schon beim Gedanken an den köstlichen Rohmilchkäse läuft mir das Wasser im Munde zusammen. Nach alter Tradition gelangt die Milch so, wie sie von der Kuh kommt, in den Kupferkessel – frisch und unbehandelt. „Das gibt dem Käse seine schöne Würze“, erklärt Katrin Seyffert, als wir im Laden angekommen sind und uns an der Fülle der ausgestellten Sorten gar nicht sattsehen können. Frischkäse und Mozzarella, Butterkäse und Bierkäse, Bergkäse und Heukäse – alles auch mit den herrlichsten Kräutern, die im hauseigenen Kräutergarten wachsen und gedeihen. Je nach Saison wandern so Ringelblumen und Malven, Pimpernelle und Minze, Liebstöckel und Löwenzahn, Rosmarin und Brennnesseln in den Käse, der dann eben auch so schmeckt, als hätte man den Sommer direkt von der Wiese gepflückt. In der neuen Käseschule, erzählt uns Katrin Seyffert, kann man sich sogar selbst seinen eigenen Kräuterkäse herstellen. „Anders als beim Schaukäsen, wo die Besucher eher Zuschauer sind, machen bei der Käseschule alle mit“, erklärt die leidenschaftliche Landwirtin, die von 2001 bis 2003 sogar sächsische Milchkönigin war. „In einem großen Topf stellt jeder Teilnehmer aus fünf Litern frischer Kuhmilch drei kleine Käse her, die sich jeder nach eigenem Gusto geschmacklich gestalten kann – mit Kräutern und Blüten zum Beispiel oder pikanten Gewürzen.“ Da es sich um eine Art Mozzarella handelt, ist der selbstgemachte Käse schon nach rund drei Stunden fertig zum Genießen oder Mit-nach-Hause-nehmen. Die anderen Sorten müssen mindestens drei Monate lang im dunklen Käsekeller des Rößlerhofs reifen. „Während dieser Zeit muss der Käse gut gepflegt werden“, erzählt Katrin Seyffert und erlaubt uns einen Blick auf die goldgelben Laibe, die auf dicken Holzbrettern ruhen. „In den ersten zwei Wochen wird der Käse täglich gewendet und mit Salz eingerieben, danach wird das zwei- bis dreimal in der Woche gemacht.“

Während wir so köstlich über die Kunst der Käseherstellung plauschen, haben die Kinder auf dem Hof ihren Spaß. Zuerst vernaschen sie ein sanft-cremiges Eis – natürlich aus guter, frischer Milch hier vom Rößlerhof –, dann drücken sie sich die Nasen an der großen Glasscheibe platt, von wo aus man direkt in den Kälbchenstall schauen kann. Und nicht nur gucken ist erlaubt: Der sehnsüchtige Blick aus den Kinderaugen wird von der aufmerksamen Ladenverkäuferin sofort erhört, und die Kleinen dürfen wie die Wirbelwinde zu den kuscheligen Kälbchen rüberflitzen, um ausgiebig mit ihnen zu knuddeln.

Mit Kälbchen und Rindern fing 1991 alles an, als Katrins Mutter Karin Seyffert, geborene Rößler, in unsicheren Zeiten den Hof ihrer Großeltern übernahm, auf dem sie ihre Kindheit verbracht hatte. Bis heute sind die Kühe das Herzstück des Hofes –  aus ihrer Milch wird der köstliche Käse, und ihr Fleisch wird im hauseigenen Schlachthaus zu vielseitigen Spezialitäten verarbeitet, wie zum Beispiel Salami oder Knacker aus 100 Prozent Rind. Über die erfolgreiche Direktvermarktung gelangen Käse, Fleisch und Milchprodukte auf die Teller der Region – übrigens auch in zahlreichen Gaststätten, die auf die regionalen Produkte vom Rößlerhof setzen.

Mehr Informationen: www.roessler-hof.de

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