Tourismusverband Erzgebirge e.V.
Adam-Ries-Straße 16
09456 Annaberg-Buchholz

Kammweg Etappe 06 "Von Kühnhaide nach Satzung"

Wanderrevier für Entdecker! Geologie ist langweilig? Weit gefehlt! Wer am Kammweg unterwegs ist, ist immer wieder von interessanten geologischen Erscheinungen umgeben. Am Hirtstein befindet sich gar eines der faszinierendsten Naturdenkmäler Europas: der Basaltfächer. Bei diesem Phänomen handelt es sich um erstarrte Lava, die vor Millionen von Jahren ausströmte und zu einem Fächer erstarrte.


Das Tal der Schwarzen Pockau, meist nur Schwarzwassertal genannt, ist ein Naturschutzgebiet der Extraklasse. Unser Weg führt idyllisch am Grünen Graben entlang, der einst für den Bergbau künstlich angelegt wurde. Durch den Wald kommen wir zum Sportgelände von Kühnhaide. Bald ist der Moorlehrpfad Stengelhaide erreicht. Hier befindet sich ein Torfmoor, das schon seit der letzten Eiszeit existiert. Nun lohnt ein kleiner Abstecher. Rechts geht es auf Holzdielen zum Aussichtsturm, von dem aus man das Moor herrlich überblicken kann. Wir folgen weiter dem Holzsteg, stoßen wieder auf den Kammweg und kommen nach Reitzenhain. Der Ort liegt direkt an der tschechischen Grenze. Die Straße (B 174) ist eine der ältesten und zugleich meistbenutzten Straßen Deutschlands. Sie führt von Hamburg kommend über Leipzig und Reitzenhain weiter nach Prag. Bald wartet das imposanteste geologische Highlight des Tages, der Basaltfächer am Hirtstein auf uns. Ein geniales Fotomotiv und mit seinen 890 Meter Höhe ein toller Aussichtsberg. Der Bärenstein, unser nächstes Etappenziel, ist auch zu sehen. Wir widmen uns nun den kulinarischen Genüssen. Die Hirtsteinbaude bietet hierzu gute Gelegenheit. Oder wir wandern weiter bis nach Satzung. Die Gaststätte Erbgericht, die bereits 1799 das Braurecht erhielt, ist heute weithin für seine gutbürgerliche Küche bekannt. 

Meilensteine: Wanderparkplatz Schwarzwassertal - Grüner Graben - Kühnhaide Sportplatz - Moorlehrpfad Stengelhaide - Reitzenhain - Reißigmühle - Aussichtsberg Hirtstein (890 m) 

Details zur ausgewählten Route

Schwierigkeit mittel
Strecke 14,0 km
Dauer 4:00 h
Aufstieg 184 m
Abstieg 4 m

Wegpunkte

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Foto: Tourismsverband Erzgebirge e. V.
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Foto: Birgit Knöbel, Tourismusverband Erzgebirge e. V. - S. Schulze
Olbernhau

Kaffee-Kurt

 Spezielle Einkehrmöglichkeit am Grünen Graben im Schwarzwassertal

 

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Foto: Birgit Knöbel,
Marienberg OT Kühnhaide

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Marienberg OT Satzung

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Foto: Naturpark "Erzgebirge/Vogtland"

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Start Marienberg OT Kühnhaide, Wanderparkplatz Schwarzwassertal
Ziel Marienberg OT Satzung, Hirtstein

Wegbeschreibung

Am Wanderparkplatz in Kühnhaide des wildromantischen Tales der „Schwarzen Pockau“ beginnt diese Etappe und führt im Naturschutzgebiet Schwarzwassertal durch pure Naturlandschaft. Auf einem Wanderpfad folgen wir dem Grünen Graben, einem künstlichen Wasserkanal. Im 17. Jahrhundert erbaut war dieser für die damalige Zeit eine bergbauliche Meisterleistung. Über 8 km führt er mit minimaler Strömung Wasser als Energiequelle zum Betreiben der Bergbautechnik in die früheren Gruben von Pobershau. Nach idyllischen Wegschleifen verlässt der Kammweg das Tal auf dem Neubrückenweg. Im Wald Richtung Kühnhaide wird das Moor- und Torfstichgebiet „Wirtsgarten“ am Rand der Ortschaft Kühnhaide gestreift, in dem noch bis 1989 Torf abgebaut wurde. Hier gedeihen vortrefflich Wollgras, Zitzensumpfsimse, Pfeifengras sowie die Rauschbeere. Letztere bedeutet Lebensgrundlage für den Hochmoorgelbling, einer vom Aussterben bedrohten Schmetterlingsart. Zum Erhalt des Lebensraumes begannen seit 2004 Wiedervernässungsmaßnahmen. Immer am Waldrand entlang mit Sicht auf das Grenzdorf wird in Herrenhaide auf sicherem Forststeig ein Moorgebiet durchquert. Auf dem als 2 km Rundweg ausgebauten Moorlehrpfad Stengelhaide erfährt der Interessierte anschaulich alles über die Entstehung und den Werdegang eines für das Erzgebirge typischen Hochmoores. Nach Verlassen des Pfades am Zeuggraben gehen wir durch Mischwald bis zum Übergang der Wildhäuser Straße weiter auf dem Poetenweg Richtung Reitzenhain. Im Ort führt der Weg ein Stück auf herrlichem Wiesenpfad, dann auf dem Zeuggrabenweg Richtung Reißigmühle. Kurze Rast bietet sich am liebevoll hergerichteten Standort der ehemaligen Reißigmühle und Namensgeber des Ortsteiles oder nach Unterquerung der B174 an einem Gedenkstein des Heimatdichters Anton Günther an. Gegenüber der Verbindungsstraße zwischen Reitzenhain und Satzung verläuft erst ein kurzer Waldpfad an der Neuen Welt in Richtung Hirtstein, dann weiter auf gerader Linie auf dem Auerhahnweg bis zum Wanderparkplatz an der Straße zwischen Steinbach und Satzung. Hier gilt es Kräfte zu sammeln, um auf schönen Wiesenpfaden durch Laubwald den Hirtstein (890 m) zu erklimmen. Ein Geotop und Naturdenkmal von europäischer Bedeutung stellt der Basaltaufbruch in Form eines 15 m großen Fächers oder Palmwedels dar. Schautafeln verraten seine außergewöhnliche Entstehungsgeschichte. Wenn die Wetterlage günstig ist, bietet sich vom Hirtstein ein herrlicher Panoramablick auf das Erzgebirge, mitunter auch bis zum Völkerschlachtdenkmal in Leipzig. Die Gastgeber auf dem Hirtstein und im Ortszentrum von Satzung kümmern sich um unser Wohl. Wer eine größere Strecke zurücklegen möchte, der läuft am Etappenanfang am Grünen Graben weiter und erlebt das Schwarzwassertal in all seinen landschaftlichen Facetten: Felsformationen, Aussichtspunkt Katzenstein, Naturschutzzentrum, Lamaranch, Gastronomie/Hotel und, im wunderschönen Bergdorf Pobershau angelangt,zahlreiche Museumsangebote.

Details

Kondition
Schwierigkeit
Erlebnis
Landschaft
Beste Jahreszeit
Mai , Juni , Juli , August , September , Oktober
Höhe
890 m
700 m

Eigenschaften

Etappentour
aussichtsreich
geologische Highlights
Einkehrmöglichkeit
kulturell / historisch
botanische Highlights
Qualitätsweg Wanderbares Deutschland

Mehr Informationen finden Sie hier

zu den Details

Präsentiert mit freundlicher Unterstützung von:
Erlebnisheimat Erzgebirge

Erlebnisheimat Erzgebirge

Autor: Birgit Knöbel

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