Tourismusverband Erzgebirge e.V.
Adam-Ries-Straße 16
09456 Annaberg-Buchholz

Schachthüpfen für die ganze Familie

Durch bedeutende Silberfunde am Fuße des Erzgebirges entstand vor über 850 Jahren die Silberstadt Freiberg. Während der eindrucksvollen Rundwanderung begeben Sie sich auf Entdeckungsreise in das Zentrum des Silberbergbaus. 


Gestartet wird diese eindrucksvolle Tour in der historischen Altstadt Freiberg am Untermarkt. Auf diesem etwa 6 km langen Rundwanderweg erkunden Sie das wichtigste stadtnahe Grubenfeld der jüngeren Bergbaugeschichte mit dem Silberbergwerk Freiberg und kehren über zwei weitere Schachtanlagen in die Altstadt zurück. Auf den Schachtanlagen können Sie einen herrlichen Panoramablick auf die Silberstadt genießen. Die Montanlandschaft Freiberg ist ein Bestandteil des UNESCO-Welterbe "Montanregion Erzgebirge/Krusnohori".

Begeben Sie sich auf eine Entdeckungsreise in das Zentrum des Silberbergbaus, mit ihrer einzigartigen Kulturlandschaft. Erweitern Sie Ihre Tour um die wohl weltweit schönste Mineralienschau "terra mineralia"  im Schloss Freudenstein.

Details zur ausgewählten Route

Schwierigkeit leicht
Strecke 10,1 km
Dauer 2:40 h
Aufstieg 162 m
Abstieg 162 m

Wegpunkte

i
Foto: Anke Eichler, Stadtverwaltung Freiberg
Freiberg

Stadt- und Bergbaumuseum ...

Aufgrund von Baumaßnahmen und umfassender Neugestaltung der Dauerausstellung bleibt das Museum...
i
Foto: Silberstadt® Freiberg ©Albrecht Holländer Artworks
Freiberg

Große Kreisstadt /...

»Glück Auf« – so grüßen sich die Freiberger noch heute – in der Stadt, wo Bergleute über 800 Jahre lang...
i
Foto: Jens Kugler
Freiberg

Schachtanlage "Alte...

Historische Schachtanlage mit Bergschmiede, Betstube, Gebläsehaus, Maschinenhaus und Schachtgebäude

...
i
Foto: Ronny Schwarz,
Freiberg

Mineralogische Sammlung...

Faszinierende Schätze warten auf ihre Entdecker.
i
Foto: Kartoffelhaus "Am Schüppchenweg"
i
Foto: Silberstadt® Freiberg_Albrecht Holländer Artworks, Silberstadt® Freiberg
Freiberg

Nikolaikirche Freiberg -...

Dieses, ursprünglich im romanischen Stil erbaute, Gotteshaus entstand zwischen 1185 und 1190. Damit ist...

i
Foto: Silberstadt® Freiberg_Ralf Menzel, Silberstadt® Freiberg
Freiberg

...

Die Welt der Orgelmusik – In Freiberg – im Herzen der Silbermannschen Orgelwelt – widmet sich die...

i
Foto: Silberstadt® Freiberg_Ralf Menzel, Silberstadt® Freiberg
Freiberg

Silberbergwerk "Reiche Zeche"...

Mit 800 Jahren Tradition und 1.000 Erzgängen ist das Freiberger Silberbergwerk eines der Größten und...

i
Foto: Silberstadt® Freiberg_Albrecht Holländer Artworks, Silberstadt® Freiberg
Freiberg

Tourist-Information der...

Im Herzen der Altstadt, dirket am wunderschönen Schloßplatz, stehen Ihnen die freundlichen Mitarbeiter...

i
Foto: Silberstadt® Freiberg_Ralf Menzel, Silberstadt® Freiberg
Freiberg

Dom St. Marien Freiberg ...

Gegen Ende des 12. Jahrhunderts wurde die Marienkirche errichtet. Papst Sixtus IV. erhob sie 1480 zum...
i
Foto: Anke Eichler, Stadt Freiberg
Freiberg

terra mineralia ...

Mit 3500 Mineralen, Edelsteinen und Meteoriten ist die terra mineralia, eine Dauerausstellung der TU...
i
Foto: Mittelsächsisches Theater
Freiberg

Mittelsächsisches Theater ...

Das Mittelsächsische Theater hat drei Spielstätten im Landkreis Mittelsachsen. Neben den beiden festen...
Freiberg

Stadtwirtschaft Freiberg ...

Die Stadtwirtschaft ist seit vielen Jahren eine feste Größe im Stadtbild von Freiberg.

...
Start 09599 Freiberg, Untermarkt
Ziel 09599 Freiberg, Untermarkt

Wegbeschreibung

Unsere Tour beginnt am Untermarkt. Die meisten Gebäude stammen aus dem 16. Jahrhundert. Dominierend natürlich der Dom St. Marien, berühmt u. a. durch seine romanische Goldene Pforte, der Tulpenkanzel und die Silbermann-Orgeln. Auffallend auch das hochgotische Gebäude des ehemaligen Domherrenhofs, dem heutigen Stadt- & Bergbaumuseum.  Vom Untermarkt geht es Richtung Meißner Gasse. Kurz davor biegen wir rechts ab in das Bäckergässchen. Am Ende der Straße sehen Sie schon von weiten das "Haus Dürer" an der Pfarrgasse. In den Jahren 1902 bis 1903 wurde das „Haus Dürer“ an der unteren Pfarrgasse errichtet und war damit III. Bürgerschule der Stadt. 1928 wurde die Schule in „Dürerschule“ umbenannt. In den Kriegsjahren 1941–1945 diente das Haus als Lazarett. 1963 erfolgte die Teilung in Oberschule „Albrecht Dürer“ I und II. Seit 1992 gehört das Gebäude zum Geschwister-Scholl-Gymnasium und ist Teil des erweiterten Gebäudekomplexes, bestehend aus den Häusern „Haus Albertinum“ und „Haus Dürer“.  Folgen Sie der Pfarrgasse bis zur Terrassengasse und biegen Sie links ab. Am Donatsring überqueren Sie die Ampel und Sie sehen vor sich das Kreiskrankenhaus Freiberg. 

Im Eingangsbereich des Kreiskrankenhauses Freiberg markiert ein silberfarbener Stahlzylinder einen Wetterschacht, über den aus dem Altbergbau nahezu keimfreie Grubenluft zur Klimatisierung des Krankenhauses entnommen wird.

Nach wenigen Schritten nach links wird nach rechts in die Unterhofstraße eingebogen, wo rechterhand auf einem Mauerklotz das Huthaus (Betriebsgebäude einer Grube) und die Scheidebank (Gebäude, in dem meist durch Bergjungen das Erz grob ausgeschlagen wurde) des Löffler Schachtes (1384 erstmals erwähnt, aber vermutlich älter; bis Anfang 19. Jh. in Betrieb) stehen.

Geradeaus wird auf dem Conradsdorfer Weg etwa 300 Meter in nördlicher Richtung bergauf gewandert. Westlich dieses Weges befanden sich in den Gärten zahlreiche alte Schächte auf dem Hauptstollngang Stehenden, auf dem auch der Löffler Schacht baute. Dieser mehrere Kilometer lange und bis zu sieben Meter mächtige (breite) Erzgang war der wichtigste des Freiberger Reviers und soll 1168 durch Salzfuhrleute zufällig erstmals durch silbererzhaltige Gesteinsfunde in den Fahrspuren der Fuhrwerke entdeckt worden sein. Vor der markanten, etwa 10 m hohen baumbestandenen Schachthalde des Hoffnung Schachtes wird der Conradsdorfer Weg verlassen und auf dem links parallel verlaufenden Tuttendorfer Weg weiter gewandert, dessen Trasse der Ältesten Dresdner Landstraße entspricht. Nunmehr rechts des Weges begleiten den Wanderer in einer Gartenanlage zahlreiche kleine und kleinste Halden und verfüllte Pingen auf dem Hauptstollngang Stehenden. Unmittelbar hinter der stillgelegten Bahnlinie zum ehemaligen Heizkraftwerk Nord befindet sich rechts die schwarzkieferbestandene Schachthalde des Schöffauer Schachtes, links des Weges weitere Halden auf dem hier den Hauptstollngang Stehenden kreuzenden Glückauf Spatgänge besitzen eine Richtung zwischen Ost/Südost und West/Nortwest. Ganz im Hintergrund links erhebt sich die von hohen Bäumen bestandene Schachthalde der ehem. Grube Heilige Drei Könige (16. Jh) mit dem Grab des Oberberghauptmanns S. A. W. Freiherr v. Herder (1776–1838, Sohn des Weimarer Dichters, Patenkind Goethes).  

Von hier aus ist ein Abstecher zu Herders Ruhe zu empfehlen. Hinter diesem Namen verbirgt sich das neugotische Grabmal des Freiberger Oberberghauptmannes Freiherr von Herder (1776 – 1838). Zurück auf dem Tuttendorfer Weg stehen wir vor der Grube Reiche Zeche mit dem weithin sichtbaren Fördergerüst. Im späten 19. und im Laufe des 20. Jh. war sie eine der wichtigsten Gruben der „Himmelfahrt Fundgrube”. In unmittelbarer Nähe befindet sich die Halde der „Alten Reiche Zeche”. Gehen Sie zwischen beiden Halden hindurch, dann nach links und gelangen Sie auf den Weg „Am Hauptstollngang”.

Auf Ihrem Weg ins Tal überqueren Sie die stillgelegten Bahnlinie Freiberg – Halsbrücke, folgen der Straße bis zur Mulde und halten sich links. Nach 100 m treffen wir kurz nach einander auf zwei Mundlöcher. Das hintere ist das Mundloch vom Alten Tiefen Fürstenstolln. Der direkt im Hauptstollengang angelegte „Alte Fürstenstolln” ist seit 1384 urkundlich belegt und damit der älteste.

Gehen Sie am 1612/13 angelegten Roten Graben entlang. Auffällig ist die gelb bis rotbraune Farbe der Eisenhydroxidausscheidungen, die dem Kunstgraben den Namen gaben. Zu rechter Hand fällt eine große Halde auf. Sie ist der letzte Zeuge des Ludwigschachtes, der Mitte des 19. Jh. durch die Himmelfahrt Fundgrube angelegt wurde. Wenig später treffen wir auf das Mundloch des Thurmhof Hilfsstollns. In der Nähe befindet sich das gut erhaltene Huthaus der Grube Verträglich Gesellschaft. Nach weiteren 200 m erreichen wir den Anfang des "Roten Grabens", der hier aus dem Verträgliche Gesellschaft Stolln mit Wasser aus den Hauptgruben der "Himmelfahrt Fundgrube" gespeist wird.

Verlassen Sie das Muldental und wandern Sie bergauf zum Erzbahndamm. Einige Meter oberhalb befindet sich das Mundloch des Erzbahntunnels, der durch die Halde des "Davidschachtes" führt. Nach ca. 500 m kommen Sie durch eien Gartenanlage auf den Fuchsmühlenweg. Vor sich erkennen Sie wieder den Förderturm der "Reichen Zeche". Am Zentralfriedhof gehen Sie links über eine kleine Brücke und halten sich rechts vom Teich "Erzwäche". Vor uns sehen wir die Gebäude des Abrahamschachtes. Diese Anlage zeigt uns ein typisches großes Erzbergwerk aus dem 19. Jh. welches noch Wasserkraft nutzte. Wer noch etwas Zeit hat, sollte der Halde "Alte Elisabeth" einen Besuch abstatten und von dort einen Blick auf die Altstadt genießen. 

Zurück in die Stadt geht über den Donatsring (sicherheitshalber bitte an der Ampel ) durch das Donatstor vorbei am aus dem 15. Jahrhundert stammenden Donatsturm nach rechts in die Pfarrgasse mit ihren alten Häusern zumeist aus dem 16. Jahrhundert, wie das dem Oberbergmeister Martin Planer (1510–1582) gehörige Haus Nr. 18 oder Nr. 20, dem Hüttenbeamten Paul Klotz gehörend. Gegenüber dieser Stelle wird nach links talwärts in die Berggasse eingebogen, wo 1168 in deren unterem Teil auf dem hier kreuzenden Hauptstollngang Stehenden der vermutlich erste Silbererzfund (Tafel am Haus Berggasse 1) gemacht worden ist. Nach links führt hier der Weg über die Aschegasse bergauf bis zur Nikolaikirche am Buttermarkt, deren Grundsteinlegung um 1180 erfolgte und die heute als Konzert- und Tagungshalle genutzt wird. Gegenüber der Kirche befindet sich das älteste Stadttheater der Welt (1790 eingeweiht), liebevoll auch kleine "Semperoper" genannt.

Gehen Sie die Enge Gasse hinauf und biegen links ab in die Fußgängerstraße. Machen Sie noch einen Abstecher zum Obermarkt. 

Inmitten des nun erreichten Obermarktes thront Stadtgründer "Otto der Reiche" auf dem Löwenbrunnen. Vom Turm des Rathauses erklingt täglich um 11.15 Uhr und 16.15 Uhr das Steigerlied. Vom Erker des Rathauses blickt Prinzenräuber Ritter Kunz von Kauffungen auf seinen Richtplatz. Der heutige "Ratskeller" wurde 1545 als städtisches Kaufhaus errichtet.

 Vom Obermarkt kehren Sie wieder zurück auf die Burgstraße und lassen Ihre Wanderung ausklingen und flanieren Sie Richtung Schlossplatz. Im Schloss Freudenstein befindet sich die wohl schönste und größte Mineralienausstellung der Welt, die terra mineralia. Am Silbermann-Haus führt der Weg über die Kirchgasse wieder zum Ausgangspunkt, dem Untermarkt, zurück.

 

 

 

Details

Kondition
Schwierigkeit
Erlebnis
Landschaft
Höhe
427 m
321 m

Eigenschaften

aussichtsreich
Einkehrmöglichkeit
kulturell / historisch
Rundtour
familienfreundlich

Mehr Informationen finden Sie hier

zu den Details

Präsentiert mit freundlicher Unterstützung von:
Tourismusverband Erzgebirge e.V.

Tourismusverband Erzgebirge e.V.

Autor: Carolin Zimmermann, Silberstadt® Freiberg

Lassen Sie sich inspirieren und merken Sie sich diese Seite für Ihren Besuch im Erzgebirge.

Sie haben sich diese Seite gemerkt!

Um Ihren Merkzettel zu verwalten oder die Seiten erneut anzuschauen, gehen Sie auf den Reiseplaner.